Doppler/Horst: Wie geht es nach Wien-Aus weiter?

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Am Ort des größten Erfolges setzt es für Clemens Doppler und Alex Horst eine der größten Enttäuschungen ihrer gemeinsamen Karriere. Nach zwei Niederlagen scheitern Österreichs Routiniers beim Beach Major in Wien vorzeitig in der Gruppenphase.

"Die letzten zwei Jahre haben wir die Höhen erlebt, jetzt hatten wir eine nicht so schöne Zeit hier", macht Alex Horst aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. "Das tut sehr weh und ist extrem bitter. Wir werden Zeit brauchen, bis wir das verarbeitet haben. Aber die EM ist schon nächste Woche, wir müssen nach vorne schauen."

Partner Doppler richtet den Blick auch noch weiter in die Zukunft. Ein nochmaliges Antreten beim Heim-Turnier in Wien 2020 ist das Ziel. "Ich würde schon gern vor so einer Kulisse noch einmal abliefern, wir haben zwei Jahre gezeigt, was in uns steckt. Diesmal war es nicht Fisch und nicht Fleisch, man will mit positivem Gefühl und Stimmung hier herausgehen, deshalb mein Versprechen", so der 38-Jährige.

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Nowotny: "Von Debakel würde ich nicht reden"

Trainer und Manager Robert Nowotny wollte das frühe Scheitern, das nach durchwachsenen Saisonleistungen nicht ganz überraschend kam, keineswegs als Debakel verstanden wissen.

"Für sie war klar, sie brauchen die absolute Topleistung um zu bestehen, das haben sie nicht geschafft, aber von einem Debakel würde ich nicht reden, das war schon gutes Beach-Volleyball", analysierte Nowotny am Freitag im APA-Gespräch.

Duo noch nicht abzuschreiben

Durch das bereits hohe Alter seiner Schützlinge werde das Bestehen auf höchster Ebene aber nicht leichter, gestand er. "Die Dichte wird größer, und sie werden von Jahr zu Jahr älter. Die Gegner werden jünger, dynamischer, höher und schneller - sie versuchen, das Level zu halten, und das geht sich irgendwann einmal nicht mehr aus."

Das bedeute jedoch nicht, dass man das Duo abschreiben sollte. "Das ist Jammern auf hohem Niveau, es ist trotzdem so, dass sie zu den Top 30 der Welt gehören, aber wenn man einmal Top 11 war, willst du da wieder hin, und jeder misst dich an diesem Maßstab. Das hat schon noch nach ordentlichem Volleyball ausgesehen, aber gegen absolute Topteams tun sie sich momentan schwer."

Nowotny glaubt an Zukunft, schließt aber ein Ende nicht aus

Nowotny geht davon aus, dass es das Team auch 2020 in dieser Form geben wird, das Karriereende könne er aber auch nicht ganz ausschließen.

"Ich kann das aktuell noch nicht beurteilen, ist es noch zu frisch. Es kann passieren, das ist dann zu akzeptieren. Wir werden in jedem Fall eine Lösung finden, ob die heißt, die zwei hören zur Gänze auf, oder sie geben ihr Wissen an andere weiter, weiß ich noch nicht."

Olympia-Quali über Rangliste in weiter Ferne

Nach den wenigen heuer noch anstehenden Turnieren werde man bilanzieren, wo man stehe, so der auch als Herren-Nationaltrainer des Österreichischen Verbandes (ÖVV) fungierende Nowotny. Das frühe Wien-Aus, das auch Robin Seidl/Philipp Waller ereilte, ist auch hinsichtlich Olympia-Qualifikation ein Rückschlag. Die Qualifikation über die Top 15 der World-Tour-Rangliste muss man wohl abschreiben.

"Die Topergebnisse bei den drei großen Turniere fehlen uns definitiv. Ganz vorbei ist es noch nicht, weil man nicht weiß, wie der nächstjährige Kalender ausschaut, aber es ist definitiv schwerer geworden. Auch für Seidl/Waller, die haben zwar ein WM-Achtelfinale, aber das dürfte in Summe auch nicht reichen."

"Wichtigkeit des Kontinentalcups ist gestiegen"

Die nächste Woche anstehende EM in Moskau mit Dreistern-Status bringe im Olympiaranking nichts, unmittelbar darauf steht dort ein Vierstern-Turnier auf dem Plan, das diesbezüglich etwas schwerer wiegt.

Eine weitere Qualifikationsmöglichkeit für Tokio 2020 ist der Kontinentalcup, in dem die ÖVV-Herren im Frühling in der zweiten Runde bestehen müssen und im Juni im Finale einen Quotenplatz holen wollen. "Die Wichtigkeit des Kontinentalcups ist weiter gestiegen", so Nowotny.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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