"Entsetzlich!" Raptors-Frust nach Auftakt-Pleite

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Schock in Toronto nach dem völlig verpatzten Auftakt in die Playoff-Serie gegen die Milwaukee Bucks.

"Wir haben im ersten Viertel viel zu wenig intensiv verteidigt, im zweiten Viertel funktionierte es deutlich besser. Nach der Pause hatten wir aber große Schwierigkeiten in der Offense. Milwaukee konnte uns stoppen und ist dadurch ins Laufen gekommen. Über das gesamte Spiel verteilt haben wir zu viele einfache Körbe zugelassen", analysiert Jakob Pöltl, der zu einem Kurzeinsatz kommt.

Am Österreicher, der in den letzten 1:46 Minuten des Spiels sein Postseason-Debüt feierte, lag es naturgemäß nicht, dass sich die Raptors vor heimischem Publikum 83:97 geschlagen geben mussten und damit ihren "Spiel-1-Fluch" (neunte Pleite in Folge) fortsetzten.

"Entsetzlich!"

Dwane Casey schlug die Darbietung seines Team spürbar auf den Magen: "Unsere zweite Hälfte war einfach entsetzlich", schimpfte der Head Coach der Kanadier und monierte:

"Wir haben komplett ohne Tempo, ohne Rhythmus und ohne Bewegung gespielt. Wir müssen den Bucks Respekt zollen, dass sie defensiv einen guten Job erledigt haben. Ich weiß nicht, ob wir hart genug gespielt haben, um den Sieg zu verdienen. Ich finde, sie haben uns übertrumpft. Sie haben härter und länger als wir gespielt. Egal, was du offensiv machst und ob du deinen Rhythmus verloren hast, du kannst in der Defense immer noch zurücklaufen und sie deine Abwehrarbeit spüren lassen. Das haben wir nicht getan."

Während Kyle Lowry mit nur vier Punkten (2 von 11 Würfen aus dem Feld) offensiv quasi nicht existent war, kam Superstar DeMar DeRozan wenigstens auf 27 Punkte, wenngleich seine Quote aus dem Feld (7 von 21) auch bescheiden war. 13 Punkte steuerte er durch Freiwürfe bei.

Lowry agiert "super-frustrierend"

Warum sich die Raptors in ersten Spielen von Playoff-Serien so schwer tun?

"Ich habe nicht die geringste Ahnung", meint DeRozan, "wenn ich darauf eine Antwort hätte, hätten wir es vielleicht anders gelöst, aber es ist etwas, mit dem wir vertraut sind. So etwas ist nie ideal, aber wir müssen zurückschlagen, nachdem wir verstanden haben, dass wir es uns selbst schwer machen."

Lowry bezeichnete seine Darbietung selbstkritisch als "super-frustrierend" und setzte sich unter Druck: "Sie haben uns schlecht aussehen lassen, ich habe nicht gut genug gespielt. Ich gebe nie jemand anderem die Schuld außer mir. Ich muss besser spielen. Viele Dinge, die ich gemacht habe, haben meinem Team nicht geholfen."

Pöltl sagt, was sich ändern muss

Nach einer Niederlage ist die Best-of-Seven-Serie natürlich noch nicht verloren. Casey wird bis zu Spiel 2 (1 Uhr in der Nacht auf Mittwoch) seine Hausaufgaben machen.

"Wir werden es hinkriegen. Wir waren bereits in dieser Situation. Es fühlt sich nicht gut an, aber hier handelt es sich um korrigierbare Dinge, was unsere Offense betrifft", verdeutlichte der Coach.

Auch Jakob Pöltl erklärt, was sich im zweiten Match ändern muss: "Wir müssen die Intensität in der Defense steigern und die Rollenspieler der Bucks besser kontrollieren. Offensiv dürfen wir uns von ein paar Fehlwürfen nicht aus dem Rhythmus bringen lassen uns müssen konsequenter unser Spiel durchziehen."

Die NBA-Playoffs stehen an! LAOLA1 stellt jene Stars vor, die du kennen musst, um in den Playoffs mitsprechen zu können:

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Isaiah Thomas|Boston Celtics|PG: Der 28-Jährige legte in dieser Saison 28,9 Punkte pro Spiel auf und war damit drittbester Scorer der Liga.

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Dwight Howard|Atlanta Hawks|C: Ehemals der beste "Big Man" der NBA, ist der 31-Jährige unter dem Brett immer noch eine Macht (12,7 Rebounds pro Spiel). Dazu kommen 13,5 Punkte pro Partie.

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Kevin Durant|Golden State Warriors|SF: Für viele gehört "KD" zu den fünf besten aktiven Spielern. 25,1 Punkte, 8,3 Rebounds und 4,8 Assists pro Spiel sprechen für ihn - auch, wenn er zuletzt verletzt war.

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Rajon Rondo|Chicago Bulls|PG: Der Spielmacher stand bei den Bulls angeblich vor dem Aus. 6,7 Assists pro Spiel sind für jemanden, der nicht immer erste Wahl ist, dennoch ein starker Wert. Auch bei ihm schwingt die Vergangenheit mit, diesen Namen muss man einfach kennen.

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Dennis Schröder|Atlanta Hawks|PG: Der Deutsche ist mittlerweile einer der Stars in der NBA. In der Regular Season kam er auf starke 17,9 Punkte und 6,3 Assists pro Spiel.

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Gordon Hayward|Utah Jazz|SF: Bislang steigerte sich der 27-Jährige in jeder Saison, in der abgelaufenen Spielzeit waren es starke 21,9 Punkte und 5,4 Rebounds pro Spiel.

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Giannis Antetokounmpo|Milwaukee Bucks|SF: Der "Greek Freak" spielte eine bärenstarke Saison - 22,9 Punkte, 8,8 Rebounds und 5,4 Assists pro Spiel sind der Beleg dafür. Besonders bemerkenswert: Der Grieche ist erst 22 Jahre alt!

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Paul George|Indiana Pacers|SF: Gefühlt schon eine Ewigkeit dabei, dennoch immer erst 26 Jahre alt. 23,7 Punkte pro Spiel und 6,6 Rebounds pro Partie beweisen, dass er zu den größeren Aushängeschildern der Liga gehört.

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DeAndre Jordan|L.A. Clippers|C: Mit 13,8 Rebounds pro Spiel der Beste in dieser Kategorie, mit zusätzlichen 12,7 Punkten pro Partie legt er im Schnitt ein "Double-Double" auf. Einer der bekanntesten "Großen" in der NBA.

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Dwayne Wade|Chicago Bulls|SG: Seinen Zenit hat der 35-Jährige zwar schon überschritten, als Scorer (18,3 Punkte pro Spiel) funktioniert er immer noch. Der Name steht ohnehin für sich selbst.

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Jeff Teague|Indiana Pacers|PG: Der Guard kam im Sommer von den Atlanta Hawks und enttäuschte nicht: Neben bärenstarken 7,8 Assists pro Spiel erzielte er selbst 15,3 Punkte pro Partie.

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Stephen Curry|Golden State Warriors|PG: Der zweifache MVP sorgt zwar nicht mehr für die ganz großen Schlagzeilen wie noch in den letzten beiden Jahren, gehört aber dennoch zu den Top-10-Stars der NBA. 

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Jimmy Butler|Chicago Bulls|SF: Der 27-Jährige ist ein Allrounder - 23,9 Punkte, 6,2 Rebounds und 5,5 Assists pro Spiel untermauern dies.

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LeBron James|Cleveland Cavaliers|SF: Der größte Star der NBA! Seinen Namen kennt man weltweit, auch die Leistungen sprechen für ihn. Als erster Spieler der Geschichte erzielte er in der 13. Saison in Folge über 25 Punkte pro Spiel. Dazu kommen Karriere-Bestwerte in Rebounds (8,6) und Assists (8,7). Im Normalfal kann er sich in den Playoffs nochmals steigern - "King James" sitzt nach wie vor am Thron.

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Kawhi Leonard|San Antonio Spurs|SF: Der 25-Jährige ist mit 25,5 Punkten, 5,8 Rebounds pro Spiel und starkem Defensivverhalten einer der MVP-Anwärter.

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Klay Thompson|Golden State Warriors|SG: Der "Splash Brother" ist für seinen starken Dreier-Wurf gefürchtet. In dieser Saison brachte er es auf 22,3 Punkte pro Partie.

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Damian Lillard|Portland Trail Blazers|PG: Bei den Trail Blazers oft auf sich alleine gestellt, erzielte der 26-Jährige im Schnitt bockstarke 27,0 Punkte pro Spiel. Dazu kommen im Schnitt auch noch 5,9 Assists.

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Draymond Green|Golden State Warriors|PF: Gibt es irgendetwas, das dieser Kerl nicht kann? Als "Big Man" 7,0 Assists pro Spiel liefern, ist schon einmal genial, dazu kommen 10,2 Punkte und 7,9 Rebounds pro Spiel. In der Defensive macht ihm sowieso keiner etwas vor.

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LaMarcus Aldridge|San Antonio Spurs|PF: Sein Wechsel von den Portland Trail Blazers zu den Spurs im Jahr 2015 sorgte für Aufsehen. Mit 17,3 Punkten und 7,3 Rebounds pro Partie legte er eine starke, aber keine überragende Saison hin.

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Clint Capela|Houston Rockets|C: Der 22-jährige Schweizer hat sich zu einem gestandenen Star gemausert. 12,6 Punkte und 8,1 Rebounds pro Spiel sprechen für seine starken Leistungen.

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Bradley Beal|Washington Wizards|SG: Der 23-jährige Guard machte in dieser Saison noch einmal einen gehörigen Sprung. Mit im Schnitt 23,1 Punkten pro Spiel einer der 20 besten Scorer der Liga.

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Pau Gasol|San Antonio Spurs|C: Der Routinier ist mit 36 Jahren zwar nicht mehr ganz der Alte - wenn verletzungsfrei aber immer noch ein starker "Two-Way-Spieler". Den Namen des Spaniers sollte man aufgrund seiner Vergangenheit als zweifacher NBA-Champion (L.A. Lakers) kennen.

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James Harden|Houston Rockets|PG/SG: Zweitbester Scorer (29,1 P/Spiel), dazu 8,1 Rebounds sowie 11,2 Assists pro Partie - "The Beard" hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich. Fast im Alleingang führt der Guard die Rockets an.

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Blake Griffin|L.A. Clippers|PF: Der 28-Jährige gehört zu den "Big Three" der Clippers. Einer der besten "Big Men" der Gegenwart.

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Tony Parker|San Antonio Spurs|PG: Der Franzose hat seinen spielerischen Höhepunkt wohl hinter sich, mit seinen 34 Jahren kann der Guard aber immer noch Akzente setzen. Kennen sollte man ihn als Ex-Ehemann von "Desperate Housewife" Eva Longoria ohnehin...

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Chris Paul|L.A. Clippers|PG: Der Guard glänzt in seiner Rolle als Ballverteiler (9,2 Assists pro Spiel) und scort selbst auch gerne (18,1 Punkte pro Spiel).

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Kyrie Irving|Cleveland Cavaliers|PG: In den letztjährigen Finals avancierte er mit seinem späten Dreier zum Helden, auch sonst ist er ein Top-Star. Gehört laut diversen Experten zu den fünf besten Point Guards der NBA.

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Rudy Gobert|Utah Jazz|C: Vielen "Durchschnitts-Fans" ist der 24-jährige Franzose vielleicht kein Begriff, mit 14,0 Punkten und 12,8 Rebounds pro Spiel zählte er in der abgelaufenen Regular Season aber zu den besten "Big-Men".

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Russell Westbrook|Oklahoma City Thunder|PG: Diesen Mann sollte man kennen - als erst zweiter Spieler der Geschichte erzielte er über die ganze Saison im Schnitt ein Triple Double.

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Mike Conley|Memphis Grizzlies|PG: Der Guard zeigte mit 20,5 Punkten und 6,3 Assists pro Spiel auf und hatte großen Anteil, dass sein Team in der Postseason steht.

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Marc Gasol|Memphis Grizzlies|C: Der vielseitige Center schaffte es auf 19,5 Punkte, 6,3 Rebounds und 4,6 Assists pro Partie.

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DeMar DeRozan|Toronto Raptors|SG: Der Teamkollege von Jakob Pöltl spielte die ganze Saison auf hohem Niveau, mit einem Schnitt von 27,3 Punkten pro Spiel war er fünftbester Scorer der NBA.

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CJ McCollum|Portland Trail Blazers|SG: Etwas unter dem Radar flog der 25-Jährige in dieser Saison zu 23 Punkten pro Spiel.

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Kevin Love|Cleveland Cavaliers|PF: Der "Big Man" komplettiert mit James und Irving das "Triumvirat" der Cavaliers. Trotz Verletzungsproblemen kam er auf 19 Punkte und 11,1 Rebounds pro Spiel.

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John Wall|Washington Wizards|PG: Über 20 Punkte (23,1) und 10 Assists (10,7) pro Spiel? Für Wall kein Problem.

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Kyle Lowry|Toronto Raptors|PG: Gegen Ende der Saison verletzt, davor (und auch nach der Rückkehr) aber stark: 22,4 Punkte und 7 Assists pro Spiel legte er auf.

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Paul Millsap|Atlanta Hawks|PF: Der Routinier gehört auch mit 32 Jahren noch nicht zum alten Eisen. Durchschnittlich 18,1 Punkte sowie 7,7 Rebounds pro Spiel sind Beleg dafür.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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