Pöltl zieht positive Zwischenbilanz

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Jakob Pöltl und die Toronto Raptors haben 44 der 82 Spiele im NBA-Grunddurchgang hinter sich - Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Die persönliche "Halbzeit"-Bilanz des Wieners in seiner ersten NBA-Saison fällt "alles in allem recht gut" aus. "Ich habe immer wieder Chancen bekommen und sie meist auch ganz gut genützt. Natürlich gibt es Dinge, die ich besser hätte machen können, ein paar Spiele habe ich nicht so toll in Erinnerung. Es war eine solide erste Hälfte und ich hoffe, dass es weiter bergauf geht."

Was Pöltl in der zweiten Saisonhälfte besser machen will, wie viel Spielzeit er sich noch ausrechnet und was seine bisherigen Highlights waren, verrät er im Interview:

Frage: Was kannst du in der zweiten Saisonhälfte besser machen?

Pöltl: Ich muss an der Vermeidung von Fouls arbeiten, vor allem in Hinblick auf die Zukunft. Einerseits werde ich an Kraft zulegen, andererseits werde ich auch später gegen manche Spieler teilweise damit leben müssen, gewichtsmäßig unterlegen zu sein. Ein bis zwei Fouls wegen körperlicher Unterlegenheit sind kein Problem, wenn ich andere Vorteile wie zum Beispiel meine Beweglichkeit ausspielen kann. Ich versuche daher in erster Linie, an anderen Aspekten zu arbeiten, um weniger Fouls zu begehen. Die Situation ist ähnlich wie in meiner Freshman-Saison am College: Ich muss mich umstellen, muss verstehen lernen, wie die Schiedsrichter pfeifen.

Frage: Welche weiteren Bereiche stehen in deinem Fokus?

Pöltl: Ich werde weiter daran arbeiten, mich produktiv einzubringen. Ich will den Wurf und die Bewegungen unter dem Korb verbessern, flexibler sein. Ich will bereit sein, mit dem Ball etwas zu machen, wenn ich ihn bekomme, auch wenn das derzeit noch nicht so oft passiert. Es geht mir dabei gar nicht darum, unbedingt mehr Punkte zu machen, aber ich will meine Rolle nicht nur verstehen, sondern sie auf dem Feld auch regelmäßig bestmöglich erfüllen. Defensiv will ich die Rotationen noch mehr verinnerlichen und besser erkennen, wann ich aushelfen soll und wann nicht.

Frage: Was hat bislang gut funktioniert, vielleicht sogar überraschend gut?

Pöltl: Grundsätzlich bin ich mit meiner Defense zufrieden. Ich bin sehr aktiv und meistens dort, wo ich sein muss. Überrascht bin ich am ehesten davon, wie gut das Zusammenspiel mit den Teamkollegen schon funktioniert, obwohl ich gar nicht so viel Einsatzzeit bekomme.

Frage: Was waren deine persönlichen Highlights der bisherigen Saison?

Pöltl: Die erste Begegnung gegen Cleveland bleibt weiterhin ein Höhepunkt, weil es das erste Spiel war, in dem ich viel Spielzeit erhalten und richtig gut gespielt habe. Das absolute Highlight war sicher der Dunk gegen Atlanta.

Frage: Wie fällt die Halbzeit-Bilanz auf das Team bezogen aus?

Pöltl: Ebenfalls sehr gut, auch wenn sie für mich als Rookie etwas schwer einzuschätzen ist. In der NBA ist die eine oder andere überraschende Niederlage im Vergleich zum College vielleicht nicht ganz so schlimm, weil sie bei dem umfangreichen Spielplan einfach passieren kann. Natürlich wurmen uns vermeidbare Ausrutscher wie gegen Philadelphia oder gegen Phoenix trotzdem. Von der Bilanz her war die erste Saisonhälfte jedenfalls die beste in der Klubgeschichte. Die Erwartungshaltung war größer als zuvor und wir sind den Erwartungen gerecht geworden, obwohl wir regelmäßig mehrere Ausfälle zu verkraften hatten.

Frage: In den letzten Wochen durchlauft ihr eine etwas schwierigere Phase.

Pöltl: Ja, wir hatten zuletzt längere Auswärtstrips als im Herbst. Das erklärt bis zu einem gewissen Grad die etwas häufigeren Niederlagen. Zudem setzen wir aufgrund der Verletzungen relativ oft auf „Small Ball“, also eine kleine Aufstellung. Das ist ein Risiko, das nicht immer aufgeht. Grundsätzlich sind wir denke ich mit einem echten Power Forward besser. Es ist jedenfalls gut, dass wir verschiedene Aufstellungen – auch eine mit zwei Center-Spielern – bereits jetzt probieren, um gerüstet zu sein, wenn wir in den Playoffs gegen gewisse Teams taktisch reagieren müssen.

Frage: Jared Sullinger hat sein Debüt gefeiert. Wenn auch die anderen Big Men fit sind, wird für dich voraussichtlich keine Spielzeit drin sein, oder?

Pöltl: Wenn meine Kollegen fit werden und hoffentlich fit bleiben, kann das natürlich passieren. Meine Mentalität wird sich aber nicht ändern, weil in der NBA einfach sehr schnell etwas passieren kann. Ich werde daher weiter versuchen, den Coaches und Mitspielern zu zeigen, dass ich ready bin.

Frage: Schielt ihr weiterhin auf den ersten Platz in der Eastern Conference?

Pöltl: Klar, wir wollen an Cleveland dranbleiben und vielleicht am Ende die Chance haben, ihnen sogar den ersten Platz streitig zu machen. Am allerletzten Spieltag kommt es noch einmal zum direkten Duell. Gleichzeitig lauern hinter uns Teams wie Boston und Atlanta – den zweiten Platz zu verteidigen ist also auch eine ordentliche Aufgabe.

Textquelle: © LAOLA1.at

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