Pöltl: Die Gründe des Erfolges

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Pöltl erklärt: Darum läuft es so sensationell

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Jakob Pöltl und die Utes sind, trotz des verschneiten Winters am Salt Lake, das heißeste Team der Pac-12 Conference. Nachdem der Auftakt mit nur einem Sieg aus vier Spielen missglückt war, konnte Utah die letzten fünf Partien für sich entscheiden. Pöltl und Co. liegen damit mitten im Kampf um den Regular-Season-Titel. Der Wiener hat am aktuellen Lauf großen Anteil: Neben dem dritten „Pac-12 Player of the Week“- Titel der Saison, heimste er erstmals auch die Auszeichnung „Oscar Robertson National Player of the Week“, also des besten College-Spielers US-weit, ein. In den vergangenen drei Partien erzielte der 20-Jährige 73 Punkte.

Frage: In den letzten zweieinhalb Wochen hat sich viel getan. In den ersten Conference-Spielen habt ihr nicht gut ausgesehen, zuletzt aber groß aufgespielt. Wie ist der Umschwung zu erklären?

Jakob Pöltl: Großteils war es eine Kopfsache. Wir haben in den ersten Spielen keinen Rhythmus gehabt, waren zu passiv und haben nicht getroffen, darunter hat das Selbstvertrauen gelitten. Die Trendwende haben wir im Training eingeleitet, wo wir sehr konsequent und richtig gut gearbeitet haben. In Folge ist es dann auch in den Spielen besser gelaufen, die Wurfleistung ist besser geworden, wir haben angefangen zu gewinnen, damit ist auch das Selbstvertrauen zurückgekehrt.

Frage: Auch du persönlich hast eine enorme Steigerung hingelegt und spielst derzeit wahrscheinlich stärker als je zuvor.

Pöltl: Ich spiele aggressiver als zum Jahreswechsel und komme öfter an die Freiwurflinie, von wo ich derzeit einen großen Teil meiner Punkte score. Obwohl ich wusste, was kommen wird, haben mich die ersten Pac-12-Spiele doch etwas überrascht – wie physisch es ist und wie sehr sich die Gegner auf mich konzentrieren. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und kann besser damit umgehen. Dass die Mitspieler gerade gut von außen treffen, macht es für mich natürlich leichter. Auch sie spielen jetzt aggressiver und treffen ihre Entscheidungen mit Überzeugung.

Frage: Die Auszeichnung zum Conference-Spieler der Woche ist fast schon Routine. Was aber sagst du zur Ehre, National Player of the Week gewesen zu sein?

Pöltl: Um ehrlich zu sein, wusste ich zuvor gar nicht, dass diese Auszeichnung vergeben wird. Es ist auf jeden Fall eine geile Sache, vor allem weil wir in dieser Woche einen sehr wichtigen Sieg in Washington gefeiert haben. Der Award hat den Erfolg sicher noch etwas schöner gemacht, auch wenn ich mich für individuelle Auszeichnungen nicht so sehr interessiere.

Frage: Gegen California und Stanford ist euch die Revanche gelungen. Es fehlt quasi nur noch ein Sieg in Oregon – das wird aber eine deutlich schwerere Aufgabe, oder?

Pöltl: Das wird auf jeden Fall eine ganz andere Aufgabe, die Ducks sind derzeit in toller Form und haben sogar in Arizona gewonnen. Sie spielen immer mit super Energie, sind schnell und

extrem aggressiv am Offensiv-Rebound. Sie haben gute 1-gegen-1-Spieler und so etwas wie Streetball-Flair. Das ist ungewohnt und schwer zu verteidigen.

Frage: In Österreich ist das Nationalteam im Moment ein großes Thema. Wie wahrscheinlich ist es, dass du im Sommer in der EM-Qualifikation aufläufst?

Pöltl: Ich würde auf jeden Fall sehr gerne spielen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es recht schwer zu sagen, ob es auch tatsächlich klappen wird.

Frage: Mit Kestutis Kemzura wurde ein Top-Coach, der mit Litauen WM-Dritter wurde, geholt. Die Gruppen-Auslosung ist mit Deutschland, den Niederlanden und Dänemark attraktiv.

Pöltl: Die Verpflichtung eines so renommierten Trainers ist eine tolle Sache, ich würde mich natürlich freuen, unter Kestutis Kemzura zu spielen. Die Gruppe ist nicht leicht, aber sicher eine, in der viel möglich ist, wenn es gelingt unser Potential voll auszuschöpfen.

 

SPIELPLAN:

04.02. Oregon State – Utah Utes/Corvallis/Gill Coliseum

07.02. Oregon – Utah Utes/Eugene/Matthew Knight Arena

10.02. Utah Utes – Washington/Salt Lake City/Huntsman Center

14.02. Utah Utes – Washington State/Salt Lake City/Huntsman Center

18.02. UCLA – Utah Utes/Los Angeles/Pauley Pavilion

21.02. USC – Utah Utes/Los Angeles/Galen Center

25.02. Utah Utes – Arizona State/Salt Lake City/Huntsman Center

27.02. Utah Utes – Arizona/Salt Lake City/Huntsman Center

05.03. Utah Utes – Colorado/Salt Lake City/Huntsman Center

09.-12.03. Pac-12 Tournament/Las Vegas/MGM Grand Garden Arena

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Jakob Pöltl

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