Alex Zanardi könnte nach Unfall Augen verlieren

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Der Zustand von Alex Zanardi nach seinem Handbike-Unfall ist weiterhin kritisch. Der Italiener liegt bis mindestens nächste Woche im künstlichen Koma, erst dann wollen die Ärzte beim Motorsportler und Paralympioniken eine Reduktion der Medikamente andenken.

Die Kreislauffunktionen seien zwar im grünen Bereich, schwere Gesichts- und Kopfverletzungen veranlassen die Mediziner aber zu großer Vorsicht. Besonders schwer sollen die Verletzungen im Augenbereich sein - dem 53-Jährigen droht im Extremfall der Verlust beider Augen, wie ein medizinisches Bulletin der Behandelnden nicht beschönigt.

Es wäre der nächste Schicksalsschlag für den ehemaligen Formel-1-Fahrer, der nach einem ChampCar-Unfall 2001 beide Beine verlor.

Indessen sind die Ermittlungen zum Unfall, bei dem Zanardi mit einem LKW kollidierte, zu ersten Erkenntnissen gekommen: Der Sportler hat demnach bei rund 40 km/h die Kontrolle über sein Handbike verloren und sich überschlagen, der LKW-Fahrer konnte nach eigenen Angaben nicht mehr ausweichen. Ob bei der Veranstaltung, an der Zanardi zum Unfall-Zeitpunkt teilnahm, Sicherheitsmängel herrschten, sollen weitere Untersuchungen klären.

Papst-Botschaft für Zanardi

Das Schicksal Zanardis ist auch vom Papst bemerkt worden. Das Oberhaupt der katholischen Kirche schreibt dem Athleten einen Brief, im dem er seine Nähe ausdrückt.

"Ihre Lebensgeschichte ist ein Beispiel, wie man nach einem plötzlichen Stopp wieder starten kann", heißt es in dem handgeschriebenen Brief, den die "Gazzetta dello Sport" veröffentlicht.

"Sie haben aus Behinderung eine Lehre der Menschlichkeit gemacht", schreibt der Papst. "Danke dafür, dass Menschen Kraft gegeben haben, die sie verloren hatten", fügt er hinzu. "In dieser so schmerzhaften Phase bin ich Ihnen nahe, ich bete für Sie und Ihre Familie."

Textquelle: © LAOLA1.at

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