Weltmeister Ogier triumphiert auch auf Korsika

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Sebastien Ogier bleibt der "König der Quertreiber".

Der fünffache Weltmeister aus Frankreich feiert bei seiner "Heim-Rallye" auf Korsika den dritten Saisonsieg im vierten von 13 WM-Läufen des Jahres.

Der Ford-Fiesta-Pilot triumphiert beim Asphalt-Klassiker auf der Mittelmeerinsel nach 12 Sonderprüfungen 36,1 Sekunden vor dem Esten Ott Tänak (Toyota) und 1:07 Minuten vor dem Belgier Thierry Neuville (Hyundai).

In der WM-Wertung baut Ogier (84 Punkte) die Führung auf Neuville (67) und Tänak (45) aus.

Die abschließende Power-Stage über 16,25 km gewinnt Esapekka Lappi (FIN-Toyota) vor Sebastien Loeb (FRA-Citroen) sowie Ogier (Bild) und Kris Meeke (GBR-Citroen).

In der Marken-WM führt Hyundai mit 111 Punkten vor M-Sport (107), Toyota (93) und Citroen (81).

Jubel beim Sieger, Ärger beim Titelverteidiger

Die Reaktionen auf dem Podium fallen extrem unterschiedlich aus.

In der Mitte feiert Ogier seinen 43. Erfolg bei einem WM-Lauf, rechts neben ihm freut sich Tänak, dass er bei der Rallye, die ihm nach eigener Aussage am wenigsten liegt, den zweiten Platz holt und auf der linken Seite schaut Neuville so finster drein, dass man einen Ausfall vermuten muss.

In der Tat scheint für den Vorjahressieger aus Belgien eine Welt zusammenzubrechen, denn zu keinem Zeitpunkt der Rallye war er in der Lage, das Tempo von Ogier mitzugehen. Zum ersten Mal seit 27 Rallyes kann Neuville keine Sonderprüfung für sich entscheiden. Zu allem Überdruss des durchwachsenen Wochenendes bremsen ihn auch noch Motorprobleme auf der letzten Prüfung ein.

Zum Glück für Neuville fängt sich Esapekka Lappi (Toyota) auf der vorletzten Prüfung einen Reifenschaden ein und fällt auf den sechsten Endrang zurück, sonst wäre der Finnen wohl auf das Podium gestürmt.

Loeb und Latvala bauen Unfälle

Zudem fällt das Citroen-Duo Sebastien Loeb und Kris Meeke durch Abflüge weit zurück, so kann Neuvilles Hyundai-Teamkollege Dani Sordo noch Platz vier nach Hause bringen und Mikkelsen landet hinter Elfyn Evans (Ford) und Lappi auf dem siebten Platz.

Ohne Punkte reist Jari-Matti Latvala ab. Nach einem Baumtreffer am Samstagnachmittag gelingt es dem Toyota-Team nicht, den Schaden für den letzten Tag zu beheben. Der Finne teilt sich das Schicksal mit Ford-Privatier Bryan Bouffier, der seinen Fiesta WRC nach einem Motorproblem auf der achten Prüfung stehen lassen muss.

Textquelle: © LAOLA1.at

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