Quali-Desaster in Spielberg: Rossi lässt Dampf ab

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Valentino Rossi hat in Österreich mit einem harten MotoGP-Wochenende gerechnet. Dass es aber nicht einmal für die Top-Ten der Startaufstellung gereicht hat, ist die bisherige Negativ-Überraschung am Red Bull Ring.

Platz 14 bedeutet für den neunfachen Weltmeister die schlechteste Startplatzierung seit Australien 2016.

Yamaha stellt sich nach dem Qualifying in Spielberg schützend vor seine Piloten und entschuldigt sich öffentlich für die Leistung.

"Wir möchten uns bei beiden Piloten für die schwache Performance unseres Bike auf dieser Strecke entschuldigen", sagt Technik-Direktor Kouji Tsuya am Samstag.

Rossi: "Ich sage es seit über einem Jahr"

Wie der Japaner erklärt, hatte die Yamaha vor allem mit Beschleunigungs-Problemen zu kämpfen, dazu funktionierten auch Sensoren nicht. "Wir hoffen, dass wir uns bald aus dieser Situation befreien können", sagt Tsuya.

Rossi akzeptiert die Entschuldigung, sie ändert aber nichts an der angespannten Situation: "Wir wussten, dass wir auf dieser Strecke leiden würden, aber ich habe gehofft, es wird nicht so schlimm."

Der 39-Jährige betont, dass sein Ruf nach Veränderung kein neuer ist. "Ich sage seit über einem Jahr, was es zu verbessern gilt."

"Schlimmste Krise seit 2013"

Rossi erinnert dabei an seine Anfänge im Team: "Als ich zu Yamaha gekommen bin, war das Team in argen Problemen. Aber es hat reagiert, viel Geld investiert und neue Leute ins Projekt gebracht. 2005 bin ich dann die beste Yamaha aller Zeiten gefahren. Genau das muss jetzt auch passieren."

Crazy Fans, Promis und jede Menge Action in Spielberg. Die besten Bilder des MotoGP-Wochenendes:

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Für ihn erlebt Yamaha "die schlimmste Krise seit ich 2013 zurückgekommen bin". "Bis Juni 2017 war es ein wettbewerbsfähiges Bike, dann wurde es technisch sehr schwierig. Das Frustrierende ist, dass es seit über einem Jahr nur um das Gleiche geht."

Entschuldigung reicht Rossi nicht

Sich nur öffentlich zu entschuldigen reicht Rossi daher nicht: "Ich danke Yamaha für diese Worte, aber das Wichtigste ist, dass man reagiert. Ducati und Honda haben das getan."

Während die beiden Konkurrenz-Teams nach der Einführung der Einheitselektronik im Jahr 2016 viel Wissen von Lieferant Magneti Marelli - teilweise durch neues Personal - erwerben konnten, geriet Yamaha in diesem Bereich ins Hintertreffen. Seither wird Rossi nicht müde zu betonen, dass sein Arbeitgeber etwas ändern müsse.

Seiner Meinung nach liegt in der Elektronik nämlich das Hauptproblem: "Mit einer guten Elektronik müsste sich dieses Bike gegen Ducati und Honda nicht verstecken."


Textquelle: © LAOLA1.at

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