Ex-Moto-GP-Weltmeister Nicky Hayden verstorben

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Große Trauer in der Motorsport-Welt: Nicky Hayden ist am Montag an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls in Italien verstorben. Der Moto-GP-Weltmeister von 2006 wurde nur 35 Jahre alt.

Der Amerikaner kollidierte am vergangenen Mittwoch bei einem Radtraining an der italienischen Küste aus bisher unerklärter Ursache mit einem PKW und erlitt dabei u.a. ein schweres Polytrauma und daraus folgend einen schweren Hirnschaden.

Die Ärzte bezeichneten seine Situation von Beginn an als "extrem kritisch".

Der ehemalige Weltklasse-Motorradfahrer hatte den MotoGP-Titel 2006 geholt, war bis 2015 in der "Königsklasse" engagiert. Er feierte drei Siege und fuhr insgesamt 28-mal auf das Podest. Seit dem vergangenen Jahr startete er für Honda in der Superbike-WM.

Große Anteilnahme

Die Reaktionen der Motorsportkollegen ließen nach der Nachricht vom Tod von Nicky Hayden aus Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky - er wurde auch "Kentucky Kid" genannt - nicht lange auf sich warten. "Nach dieser Nachricht bin ich niedergeschlagen", schrieb der dreifache spanische MotoGP-Weltmeister Marc Marquez. "Wir werden dich nie vergessen."

Marquez' Landsmann Dani Pedrosa, aktuell Zweiter der MotoGP-Saisonwertung, twitterte: "Du bist immer in meinem Herzen, Champion. Ruhe in Frieden, Nicky."

"Ein wahrer Champion auf und abseits der Strecke, Hayden wird zutiefst vermisst werden", erklärte MotoGP in einer Mitteilung. Bereits beim WM-Lauf von Frankreich in Le Mans am Wochenende hatten sich die Fahrer erschüttert von Haydens Unfall gezeigt. Sie trugen zum Zeichen des Mitgefühls mit dem 1,73 m großen Champion von 2006 dessen frühere Startnummer 69 an Rennkleidung, Helm oder Motorrad.

Verschiedene Familienmitglieder waren nach dem Unfall nach Italien geflogen, unter ihnen Haydens Mutter und der Bruder. Als Hayden um 18.09 Uhr starb, waren die Verlobte Jackie, Mutter Rose und Bruder Tommy bei ihm. Der Radunfall hatte sich nach einem Motorradrennen auf dem nahen Imola-Rundkurs ereignet. Der Aufprall war so heftig, dass die Frontscheibe des schwarzen Peugeot barst. Der 30-jährige Fahrer des Wagens musste in einer Untersuchung gegenüber der örtlichen Justiz aussagen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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