Habsburg nach Sieg als WM-Führender ins Finale

Habsburg nach Sieg als WM-Führender ins Finale
 

War das die Vorentscheidung?

Bei noch 39 zu vergebenden Punkten am nächsten Samstag eher nicht, aber die Ausgangslage ist gut für Ferdinand Habsburg und seine WRT-Kollegen Robin Frijns und Charles Milesi. Denn nach dem zweiten Saisonsieg in Folge in den Sechs Stunden von Bahrain am Samstag liegt das Trio in der Fahrerwertung der LMP2-Piloten fünf Punkte vor den JOTA-Konkurrenten Sean Gelael/Tom Blomqvist/Stoffel Vandoorne, die wie in Le Mans unmittelbar hinter den Rivalen als Zweite abgewinkt wurden.

113:108 Punkte heißt es nun vor dem Finale, in dem aufgrund der Achtstunden-Distanz 38 Punkte für den Sieg (und einer für die Pole Position) vergeben werden. Die gleiche Ausgangslage gibt es auch in der Teamwertung. In beiden Kategorien gibt es aber – im Gegensatz zur Gesamtwertung und den GT-Klassen – "nur" eine Endurance Trophy der FIA, aber keinen offiziellen WM-Titel. Doch um die Relationen zurechtzurücken: Bei den Hypercars, den LMP1-Nachfolgern, sind drei Autos am Start, bei den Werks-GT vier. Die LMP2-Klasse der kleineren Prototypen ist aber mit elf Teams deutlich stärker besetzt.

Ferdinand Habsburg fuhr die ersten zwei Stints und verlor am Start in einer leichten Kollision einen Platz, ließ sich dann aber nicht zu übereilten Aktionen hinreißen und machte drei Plätze gut, ehe er als Vierter der Klasse an Frijns übergab. In dessen Phase gelang dem WRT-Team mit einem Tankstopp bei einer Neutralisation der "Undercut", der die Führung brachte – die Milesi und nochmals Frijns souverän mit 51 Sekunden Vorsprung ins Ziel brachten.

"Nach kleineren Problemen im Training waren wir etwas verunsichert, wie konkurrenzfähig wir sein würden. Die letzten Änderungen vor dem Rennen waren die richtigen. Vom siebten Startplatz noch zu gewinnen, ist großartig, ich kann es kaum glauben", meinte Habsburg ganz euphorisch.

"Ich kann nur sagen, wie stolz ich auf das gesamte Team und meine Fahrer bin, die einen wunderbaren, fehlerfreien Job machten. Es gibt diese und jene Siege, aber dieser fällt unter besonders schön und wichtig – auch wenn in der Gesamtwertung noch nichts entschieden ist. Fix ist, dass wir mit unserer ersten Saison im WEC schon jetzt hoch zufrieden sind", merkte Teamchef Vincent Vosse an.

Lietz verhilft Porsche zur Führung

Im Duell mit Ferrari liegt Porsche nun in der WM-Wertung der GT-Klassen dank des Doppelerfolgs in Bahrain wieder voran: Die Anwärter auf den Fahrertitel, der Wahl-Vorarlberger Kévin Estre und der Schweizer Neel Jani, kontrollierten das Sechsstundenrennen und wurden von den Teamkollegen Richard Lietz/Gian Maria Bruni abgeschirmt, die sich im Ziel mit 0,7 Sek. Rückstand nobel zurückhielten.

Die beiden Ferrari von Pier-Guidi/Calado und Molina/Serra lagen 35 Sek. zurück und beklagten erneut die Leistungsminderung durch eine neue BoP-Einstufung. In der WM liegen Pier-Guidi/Calado mit 139 Zählern nur einen Punkt vor Estre/Jani, Lietz/Bruni sind mit 46 Punkten Rückstand als Dritte ohne Titelchance. Bei den Herstellern hat Porsche gegen Ferrari mit 231:230 hauchdünn die Nase vorn.

"Es war enorm wichtig, die Reifen über die Distanz zu bringen. Bahrain ist sehr fordernd, da ist Obacht angesagt. Wer den Grip-Höhepunkt zu Beginn auf frischen Reifen voll ausnutzt, bekommt am Ende eines Stints eine herbe Quittung. Daher lag unser Augenmerk jederzeit darauf, nicht zu viel Energie in die Reifen einzuleiten. Das ist uns gut gelungen. Wir haben zudem auf einen teaminternen Kampf verzichtet, denn dies hätte uns ganz sicher viel Zeit gekostet. Es war aus meiner Sicht ein perfektes Rennen für Porsche", erklärt der Niederösterreicher Lietz.

Bei den Hypercars geht das Toyota-Trio Kobayashi/López/Conway nach dem dritten Saisonsieg mit 15 Punkten Vorsprung auf die Teamkollegen Buemi/Nakajima/Hartley ins Finalrennen am Samstag.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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