Hamilton reagiert auf Horner-Sager

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Red-Bull-Teamchef Christian Horner sorgte zuletzt mit seiner Aussage, Max Verstappen sei aktuell der beste Fahrer in der Formel 1, für Diskussionen.

Darauf angesprochen meint Fünffach-Weltmeister Lewis Hamilton: "Ich vergleiche mich mit niemandem, das brauche ich nicht." In Richtung Horner sagt er aber: "Ab und zu brauchen manche Leute eben Aufmerksamkeit."

Das ändere jedoch nichts daran, dass Verstappens Sieg in Spielberg "fantastisch" gewesen sei. "Ich denke, Max macht wirklich einen guten Job und es ist toll, ihm zuzusehen", erkennt der Mercedes-Pilot lobend an.

Hamilton am Weg zum 6. Titel

Dass auch Hamilton einer der Besten ist könnte er am Wochenende in Silverstone (So., 15:10 Uhr im LIVE-Ticker) einmal mehr unter Beweis stellen. Fünfmal hat der Mercedes-Pilot bereits ein Formel-1-Rennen in seinem Heimatland gewonnen. Ein weiterer Triumph würde ihn zum alleinigen Rekordhalter machen.

Nachdem es im Vorjahr nach einem nicht von ihm verschuldeten Unfall nur zu Rang zwei hinter Ferrari-Star Sebastian Vettel gereicht hatte, ist der 34-Jährige im zehnten Saisonlauf erneut der große Favorit. Schon jetzt beträgt sein Vorsprung in der WM-Wertung auf Dauerrivale Sebastian Vettel 74 Punkte - Titel Nummer sechs ist greifbar.

Dass er einmal so weit kommen würde und sogar nach den Bestmarken von Rekordweltmeister Michael Schumacher greift, war nicht abzusehen, als Hamilton im Alter von acht Jahren mit dem Kartsport begann. Nur rund 80 Kilometer entfernt vom Hochgeschwindigkeitskurs in Silverstone versuchte er sich erstmals auf der Rennstrecke, vor allem gefördert durch seinen Vater Anthony. "Mein Dad hat für mich alles aufgegeben", schrieb Hamilton einmal bei Twitter. Vier Jobs habe dieser gleichzeitig gehabt, um seinem Sohn das teure Hobby Motorsport zu finanzieren.

Hamilton machte schnell Fortschritte, gewann als Teenager schon Rennen im ganzen Land und kämpfte sich bis ganz nach oben. Seine Herkunft spiele dabei eine entscheidende Rolle, sagte er. Es habe ihn angetrieben, es aus sehr einfachen Verhältnissen in Mittelengland herauszuschaffen.

Hamilton: Ein Ende ist nicht in Sicht

Hamilton ist in einem Alter, in dem andere ans Aufhören denken, aber er sagt: "Ich kann sicher noch fünf Jahre machen. Ich kann weitermachen, bis es mir keinen Spaß mehr macht." Der Brite besitzt bei den Silberpfeilen noch einen Vertrag bis Ende 2020 und nimmt sich Schumacher als Vorbild. "Michael ist mit 38 Jahren zurückgetreten", sagte er und ließ keinen Zweifel an seinem ungebrochenen Willen, erfolgreich zu sein: "Ich bin unglaublich entschlossen zu gewinnen."

Das gefällt auch seinem Mercedes-Boss Toto Wolff. "Er ist jedes Jahr erwachsener geworden, mit weniger emotionalen Schwankungen. Er ist jetzt stabiler und sehr gut ins Team integriert", sagte der Wiener der britischen Zeitung "The Telegraph". Den Rekord von Michael Schumacher von sieben WM-Triumphen habe Hamilton im Hinterkopf, meinte Wolff: "Der Grund, warum er es nicht ausspricht, ist, dass dazwischen noch ein sechster liegt."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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