Spielberg-GP: "Wiederbelebung" der Formel 1

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Der Grand Prix von Österreich sorgte für jede Menge Schlagzeilen!

In einem sind sich fast alle Medien einig: Die Formel 1 erlebte eines der besten, wenn nicht sogar das beste Rennen der Saison.

"Nach acht Mercedes-Siegen in acht Rennen wirkte die frische Landluft in der Steiermark, wo mitunter ein würzig-strenger Geruch von den Kuhweiden rüberweht, auf die ganze Formel 1 nicht nur belebend, sondern fast schon wiederbelebend", schreibt etwa die "Süddeutsche Zeitung".

Weniger positiv wird hingegen die stundenlange Untersuchung der Kollision zwischen Max Verstappen und Charles Leclerc beurteilt. "Dieses späte Ende ist weder des Sports noch dieses GP von Österreich würdig, der geradezu atemberaubend verlaufen ist", heißt es im Schweizer "Tagesanzeiger".

Der "Blick" titelt: "Max siegt - ein Urteil für den Sport! (...) Man hatte über drei Stunden gebraucht, um eine Fünf-Sekunden-Szene richtig zu beurteilen. Da sollte man sich mal beim Fußball (VAR) oder im US-Sport schlaumachen."

Die internationalen Pressestimmen zum Grand Prix von Österreich:

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Die beiden jungen Aufsteiger der Formel 1 (Anm.: Max Verstappen und Charles Leclerc), beide 21 Jahre alt, hatten das, was ein weiterer banaler Sieg von der Spitze hätte sein können, zu einer aufregenden Fahrt erhoben. Die Formel 1 brauchte einen Motivationsschub, und die Jungen haben genau das geliefert. In ihrem Windschatten wurde die ältere Garde zu Nebendarstellern."

"The Independent": "Mit dem Sieg des Großen Preises von Österreich hat Max Verstappen eines der bemerkenswertesten Comebacks der jüngsten Formel-1-Geschichte hingelegt. Angefeuert von seiner großen niederländischen Fangemeinde hat der Red-Bull-Fahrer in einem drückend heißen Spielberg Charles Leclerc den ersten Sieg seiner Karriere verwehrt, indem er zwei Runden vor dem Ende an dem jungen Ferrari-Fahrer vorbeizog."

ITALIEN:

"La Repubblica": "Es ist ein wilder und schöner Kampf zwischen den beiden Jungen, beide 21 Jahre alt, der neuen Generation der Formel 1, auf dem Red Bull Ring. So wild und schön gar, dass das Überholmanöver des Holländers gegenüber dem Monegassen, in der 69. von 71 Runden untersucht wurde: die beiden Fahrer wurden von den Richtern gerufen, und nach langem Warten wurde die Reihenfolge ihrer Ankunft bestätigt."

DEUTSCHLAND:

"Bild-Zeitung": "Wenn Sie beim Formel-1-Rennen in Österreich den Fahrer im silbernen Rennanzug oben auf dem Podium nicht gefunden haben, sind Sie nicht etwa farbenblind - es hat 2019 zum ersten Mal kein Mercedes-Pilot gewonnen. Max Verstappen (21) ist beim Heimrennen von Red Bull in Spielberg nicht zu stoppen. Der Holländer startet schlecht und fällt auf Platz sieben zurück, kämpft sich dann in einem Höllenritt bei über 30 Grad durchs halbe Feld zum Sieg."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Ein drohender Hitzestau macht den Silbernen zu schaffen - und schon reißt die Siegesserie. Auf dem glühenden Asphalt von Spielberg belegen Bottas und Hamilton nur Rang drei und fünf. Vettel aber kann die Lage nicht nutzen."

"Süddeutsche Zeitung": "Viele schnelle Geraden, wenig Kurven, dazu Temperaturen, bei denen sich Elefanten in der afrikanischen Steppe ins Wasserloch stürzen. Und die Scuderia hatte ihre Frontflügel so modifiziert, dass sie endlich mehr Abtrieb in den Kurven gefunden hatte. Nach acht Mercedes-Siegen in acht Rennen wirkte die frische Landluft in der Steiermark, wo mitunter ein würzig-strenger Geruch von den Kuhweiden rüberweht, auf die ganze Formel 1 nicht nur belebend, sondern fast schon wiederbelebend."

SCHWEIZ:

"Blick": "Max siegt - ein Urteil für den Sport! Langzeit-Leader Leclerc hoffte drei Stunden auf FIA-Richter. Nach einem dramatischen Finish mit Feindberührung hatte Max Verstappen im Red Bull-Honda um 16.35 Uhr den GP Österreich 2,7 Sekunden vor Charles Leclerc (Ferrari) gewonnen. (...) Ach ja, um 19.46 Uhr kam dann endlich das Urteil. Also hatte man über drei Stunden gebraucht, um eine Fünf-Sekunden-Szene richtig zu beurteilen. Da sollte man sich mal beim Fußball (VAR) oder im US-Sport schlaumachen."

"Tagesanzeiger": "Dieses späte Ende ist weder des Sports noch dieses GP von Österreich würdig, der geradezu atemberaubend verlaufen ist. Es wirkt an diesem Tag in der Steiermark, als hätte das Gejammere der letzten Tage die Renngeister geweckt. Die Formel 1 ist langweilig. Am Boden. Tot. Was war nicht alles zu hören. Dann wird die Totgeglaubte am Sonntag mit aller Kraft und eineinhalb Stunden lang wachgerüttelt. Spannung, Drama, packender Kampf um den Sieg - plötzlich sind alle Zutaten da. Und Mercedes, diese lähmende Übermacht, spielt erst noch eine Nebenrolle."

SPANIEN:

"Marca": "Es ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass Ferrari das schnellste Fahrzeug auf dem Platz hat und es letztlich nicht schafft, seinen ersten Sieg für 2019 einzufahren. War in Bahrain der Motor schuld und in Kanada eine Zeitstrafe für Vettel, so war es in Österreich ein blitzschneller Max Verstappen, der Charles Leclerc drei Runden vor Ende den Schneid abkaufte."

"Mundo Deportivo": "Gefühl. Leidenschaft. Überholmanöver. Touchierungen. Kontroverse... Formel 1! Der Große Preis von Österreich an diesem Sonntag war ein Beispiel in Reinform dafür, wie alle Rennen sein sollten, und wie viel man tun kann, um die Zuschauer des Sports in Spannung zu versetzen. (....) Und wenn es einen gibt, der diesen Kampfgeist mit Perfektion umsetzt, abliefert, sich reinhängt und stets ein Spektakel darbietet, dann ist es Max Verstappen, der an diesem Sonntag mit einer denkwürdigen Vorstellung triumphierte, nach einer beachtlichen Aufholjagd mit finalem Duell mit Leclerc."

Die besten Bilder der F1-Fans beim GP von Österreich in Spielberg:

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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