Sergio Perez: Der neue Faktor im Titelkampf

Sergio Perez: Der neue Faktor im Titelkampf Foto: © getty
 

Sergio Perez und Red Bull Racing - so langsam funkt es zwischen der Kombination!

Mit seinem zweiten Karriere-Sieg beim Grand Prix von Aserbaidschan, dem ersten für die "Bullen", meldete sich der Mexikaner in der "Beziehung" so richtig an.

Als Profiteur des Verstappen-Dramas holte "Checo" die Kohlen für das Team aus dem Feuer, behielt auch bei der missglückten Hamilton-Attacke nach dem Restart kühlen Kopf und vergrößerte die Lücke zwischen Red Bull und Mercedes in der Konstrukteurs-WM in Eigenregie.

Nach rund einem Drittel der Saison erfüllt der 31-Jährige nun das, was sich das Team vom Routinier erhoffte: Endlich eine "Nummer 1B", um Mercedes im Titelkampf herausfordern zu können.

Endlich das, was vom Team erwartet wird

Während Perez in den ersten Auftritten immer wieder seine bewährte Konkurrenzfähigkeit aufblitzen ließ, lief nicht immer alles nach Wunsch. Das scheint sich nun langsam einzuschleifen.

In Monaco schrammte "Tequila-Ferdl", wie ihn Helmut Marko liebevoll taufte, als Vierter noch am Podest vorbei - dennoch holte kein anderer Fahrer in den letzten beiden Rennen so viele Punkte wie Perez.

Nach Jahren des zuverlässigen Daseins im gehobenen Mittelfeld mit Force India bzw. Racing Point könnte der Mexikaner nun wirklich ein Faktor im WM-Kampf werden.

Zumindest bei den Konstrukteuren, auch wenn sich Perez mit seinem Sieg auf Rang drei der Fahrer-WM vorschob. Vorerst sind die 36 bzw. 32 Punkte Lücke auf Verstappen und Hamilton noch als Respektabstand zu betrachten.

Kühlen Kopf gegen Hamilton bewahrt

Auch im Moment des eigenen Triumphs galt der erste Gedanke des Mexikaners erst einmal dem Teamkollegen, dessen Unglück Perez erst den Sieg bescherte.

"Das ist ein großer Boost für das Selbstvertrauen von mir und dem Team. Wir hatten nicht den gewünschten Saisonstart, meine Eingewöhnung war härter, als ich selbst dachte. Aber wir haben seit Tag eins in der Fabrik hart gearbeitet, endlich haben wir das Resultat für das ganze Team eingefahren."

"Es tut mir so leid für ihn. Er hätte den Sieg wirklich verdient gehabt, es hätte ein Doppel-Erfolg für das Team werden können", trauerte der nun zweifache GP-Sieger dem ersten Doppel-Erfolg für Red Bull seit 2016 noch ein wenig nach.

Die glücklichen Umstände sollten die eigene Leistung aber nicht schmälern, zumal Perez das ganze Rennen über Lewis Hamilton gut in Schach halten und den zweiten Platz verteidigen konnte.

"Ich hatte wie er einen langsamen Stopp, wir waren danach knapp beieinander und er hat mich von dieser Runde an immer gepusht. Ich hatte fast von Beginn weg Druck von ihm, nach dem Restart war er dann neben mir, aber ich habe mir selbst gedacht: 'Ich werde das nicht verpassen, klar?' - ich habe wie er so spät wie möglich gebremst, für mich hat es funktioniert", meinte Perez über das Duell.

"Aber das zeigt nur, wie anfällig wir alle für Fehler sind. Wir arbeiten Runde für Runde auf so einem hohen Level, diese Dinge können jedem passieren."

Dem möglichen Aus getrotzt

Und beinahe hätte es für ihn ein ähnliches Drama wie für Teamkollege Verstappen gegeben. In der Auslaufrunde musste der Mexikaner seinen Red Bull mit einem Hydraulik-Problem abstellen. Schon während des Rennens stand ein Aus im Raum.

"Es war eine große Sache. Das Team bat mich, keine Schlangenlinien zu fahren, also konnte ich die Reifen nicht aufwärmen. Wir mussten aber nur mehr zwei Runden schaffen, und es gab alles zu verlieren. Den zweiten Start zu schaffen, war sehr wichtig", erzählte Perez.

Aber alles ging gut - und der Lohn war nicht nur der erste Sieg, sondern überhaupt das erste Podium mit dem neuen Team. Die Leistungen seines Vorgängers Alex Albon hat Perez damit schon überflügelt.

"Das ist ein großer Boost für das Selbstvertrauen von mir und dem Team", bestätigte "Checo". "Wir hatten nicht den gewünschten Saisonstart, meine Eingewöhnung war härter, als ich selbst dachte. Aber wir haben seit Tag eins in der Fabrik hart gearbeitet, endlich haben wir das Resultat für das ganze Team eingefahren."

Hält dieser Aufwärtstrend an, ist Red Bull Favorit auf den Team-Titel. Ob Perez auch in den Fahrer-Kampf eingreifen kann, werden die nächsten Rennen weisen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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