Beinahe Honda: Wem Marko zu Dank verpflichtet ist

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Dankbarkeit gegenüber einem Konkurrenten? Ja, das gibt es in der Formel 1.

Genauer gesagt bei Red Bull Racing. Als der Rennstall mit österreichischer Lizenz Ende 2015 ohne Motoren dastand und sogar ein Ausstieg aus der Königsklasse im Raum stand, war Motorsport-Berater Helmut Marko kurz davor, einen folgenschweren Deal mit Honda abzuschließen.

Am Ende scheiterte die Zusammenarbeit nur am Veto einer Person, der Marko seither zu großem Dank verpflichtet ist.

Honda-Debakel "hätte ich nie geglaubt"

Der damalige McLaren-Teamchef Ron Dennis sorgte mit seinem Veto dafür, dass Red Bull Racing an einem Debakel mit den japanischen Antrieben, die auch in der aktuellen Saison für Frust bei McLaren sorgen, vorbeischrammte.

"Ich muss zum ersten Mal sagen: Ich bin Ron Dennis richtig dankbar, dass er mit seinem Veto unsere Honda-Ambitionen geklillt hat. Sonst würden wir jetzt eventuell Honda-Motoren haben", sagt Marko zu "Motorsport-Total.com".

Der 73-Jährige war der festen Überzeugung, dass sich die Japaner nach der mieserablen Premieren-Saison erfangen würden. "Dass Honda so daneben greift, ist überraschend. Hätte ich nie geglaubt", gibt Marko zu.

Marko: Deshalb ist Mercedes noch immer überlegen

Mit den Renault-Motoren, die Red Bull unter dem Namen Tag-Heuer nutzt, kann der frühere F1-Pilot allerdings auch nicht restlos zufrieden sein: "Leider sind wir in all diesen Bereichen in der Hackordnung nur Nummer drei. Das macht es schwierig."

Obwohl der Auftakt in Melbourne an Ferrari und Sebastian Vettel ging, ist Marko von der Überlegenheit des Mercedes-Antriebs weiterhin überzeugt: "Das Mercedes-Paket ist einfach in allen Bereichen überlegen. Nur in der Topleistung ist Ferrari schon nahe dran. Aber im Qualifying-Modus hauen sie immer noch fünf Zehntel drauf - auch wenn Niki Lauda sagt, es sind nur drei."

Zusätzliche Power, die die Silberpfeile auch an Sonntagen weiterhin zum Favoriten macht: "Sie können diesen Modus auch im Rennen für einige Runden abrufen. Das merkt man, wenn einer hinten dran ist. Plötzlich ist kein Überholen mehr möglich, sondern der Mercedes zieht wieder weg. Aber das können sie nicht mehr als fünf, sechs Runden pro Rennen."

Gegenüber Autos mit Renault-Motoren aber ein entscheidender Vorteil: "Auf eine komplette Renndistanz gesehen, gewinnt Mercedes alleine durch den Antriebsstrang zehn bis 15 Sekunden auf die Renault-Teams."

Textquelle: © LAOLA1.at

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