Hamilton: "Hätte locker gewonnen"

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"Das ist der beste vierte Platz, den ich je gesehen habe."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist mit der Leistung von Lewis Hamilton beim Grand Prix von Brasilien höchst zufrieden. Der Weltmeister selbst hadert nach seiner Aufholjagd nach dem Start aus der Boxengasse aber mit dem verpassten Podestplatz. 

"Ich versuchte, mir den dritten Platz zu holen, aber am Ende gingen mir die Reifen aus", erklärt Hamilton, dem die Aufholjagd aber "Spaß gemacht" hat. "Es war wie früher in meinen alten Karttagen, in den ersten ein oder zwei Jahren musste ich weit hinten starten."

Hamilton: "Wäre ein lockerer Sieg geworden"

Hamilton habe "den Kampf genossen und das zeigt hoffentlich allen, dass die Flamme in meinem Herzen noch lodert und es auch für sehr viele weitere Rennen noch so sein wird." 

Der Brite ist sich jedoch sicher: Sein Crash im Qualifying hat ihm den Sieg in Brasilien gekostet. "Ich hatte so eine gute Pace, damit wäre es an diesem Wochenende ein lockerer Sieg geworden."

Der Ärger über den Abflug am Samstag ist beim ehrgeizigen Briten auch nach der famosen Aufholjagd vorhanden. "Es gibt keinen Platz für Fehler, wenn man Profi ist und der Beste sein will. Aber sie passieren und sind Teil der persönlichen Entwicklung. Der gestrige Tag liegt hinter mir und ich nehme das Positive mit."

Wolff: "Lewis war das ganze Jahr Rock'n Roll."

Denn das Ziel sei gewesen, das Team stolz zu machen und das habe er erreicht. Dem stimmt auch Toto Wolff zu, der seinem Schützling nach dem Malheur im Qualifying keine Vorwürfe macht. "So einen Fehler machst du nicht bewusst", sagt der Wiener und verweist auf die lange Saison, die am Ende ihre Spuren hinterlässt. "Lewis war das ganze Jahr Rock'n Roll."

Daher dürfe man auch den vierten Platz nicht kleinreden. "Das war eine seiner besten Leistungen in diesem Jahr und sie zeigte, dass wir hier das mit Abstand schnellste Auto hatten. Er hat alles gegeben und es war eine weltmeisterliche Vorstellung."

Von Barrichello bis Zonta - Die Geschichte aller bisherigen Brasilianer in der Formel 1:

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LUIZ RAZIA - Zeit in der Formel 1: 2011 - Grand Prix: 0 - War Testfahrer für Lotus, sollte 2013 für Marussia fahren, wurde aber kurzfristig durch Jules Bianchi ersetzt.

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LUIZ BUENO - Zeit in der F1: 1973 - Grand Prix: 1 - Galt neben Emerson Fittipaldi als Nachwuchshoffnung, weigerte sich aber beharrlich, in Europa Karriere zu machen. Starb 2011.

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INGO HOFFMANN - Zeit in der F1: 1976-1977 - Grand Prix: 3 - Der Brasilianer mit deutschen Wurzeln ging für das Fittipaldi-Team in sechs GP-Wochenenden, qualifizierte sich aber nur für drei.

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FRITZ D'OREY - Zeit in der F1: 1959 - Grand Prix: 3 - Bruchpilot mit deutschem Großvater. Hatte schon im ersten Rennen schweren Unfall, beendete Karriere nach Crash in Le Mans 1960

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GINO BIANCO - Zeit in der F1: 1952 - Grand Prix: 4 - Wanderte mit seinen Eltern von Italien nach Brasilien aus, kam in vier Rennen nur einmal (18.) ins Ziel. Starb 1984.

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CHICO LANDI - Zeit in der F1: 1951-1956 - Grand Prix: 6 - Der gelernte KFZ-Mechaniker punktete 1956 einmal als Vierter, wurde später Manager der Rennstrecke in Interlagos, starb 1989.

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ALEX RIBEIRO - Zeit in der F1: 1976-1977, 1979 Grand Prix: 10 - Schaffte es für Hesketh, March und Fittipaldi nie in die Punkte, dafür als offizieller Fahrer des Medical-Cars zur FIA.

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LUCIANO BURTI - Zeit in der F1: 2000-2001 - Grand Prix: 15 - Gab sein Debüt im Jaguar beim GP von Österreich 2000, ein Jahr später endete seine F1-Karriere nach seinem schweren Crash in Spa.

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LUCAS DI GRASSI - Zeit in der F1: 2010 - Grand Prix: 18 - Bekam 2010 seine Chance beim neuen Virgin-Team, wurde nach einer punktelosen Saison durch Jerome d'Ambrosio ersetzt, 2017 wurde er Formel-E-Champion.

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CHICO SERRA - Zeit in der F1: 1981-1983 - Grand Prix: 18 - Holte 1982 als Sechster für Fittipaldi seinen einzigen WM-Punkt, fuhr später erfolgreich Tourenwagen in Brasilien.

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ANTONIO PIZZONIA - Zeit in der F1: 2003-2005 - Grand Prix: 20 - Der Jaguar- und Williams-Pilot kam in der Urwald-Metropole Manaus zur Welt und hörte daher auf den Spitznamen "Jungle Boy". Nach drei siebten Plätzen wurde er 2006 durch Nico Rosberg ersetzt.

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RAUL BOESEL - Zeit in der F1: 1982-1983 - Grand Prix: 23 - Sollte eigentlich wie sein Bruder Springreiter werden, schlug aber Motorsport-Karriere ein und wurde 1991 u.a. Zweiter in Le Mans.

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TARSO MARQUES - Zeit in der F1: 1996-1997, 2001 - Grand Prix: 24 - Hatte bei Minardi gegen seine Teamkollegen (u.a. Fernando Alonso) regelmäßig das Nachsehen und wurde 2001 durch Alex Yoong ersetzt. Später bei brasilianischen Stock-Car-Rennen positiv auf Steroide getestet und für 2 Jahre gesperrt. 

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RICARDO ROSSET - Zeit in der F1: 1996-1998 - Grand Prix: 27 - Wollte nach Debütjahr bei Lola durchstarten, konnte sich im ersten Rennen 1997 aber, wie Teamkollege Vincenzo Sospiri, nicht qualifizieren. Das Team musste die Saison aufgrund ausbleibender Sponsorgelder nach einem Rennen beenden.

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ENRIQUE BERNOLDI - Zeit in der F1: 2001-2002 - Grand Prix: 28 - Legte eine F1-Laufbahn ohne nennenswerte Ergebnisse hin. Schied öfter aus, als er durchkam.

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CRISTIANO DA MATTA  - Zeit in der F1: 2003-2004 - Grand Prix: 28 - Kam als Champ-Car-Sieger in die F1 zu Toyota, verlor sein Cockpit aber noch während der Saison 2004. 

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NELSON PIQUET JUNIOR - Zeit in der F1: 2008-2009 - Grand Prix: 28 - Jubelte in Hockenheim über Platz zwei, sorgte als Alonso-Teamkollege mit "Crashgate" in Singapur für einen Riesen-Skandal. Verlor seinen Platz 2009 an Romain Grosjean.

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WILSON FITTIPALDI - Zeit in der F1: 1972-1973, 1975 - Grand Prix: 35 - Gründete mit Bruder Emerson eigenes Team, auf dessen Leitung er sich später konzentrierte. Der Rennstall hielt sich bis 1982 in der Formel 1.

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RICARDO ZONTA - Zeit in der F1: 1999-2000, 2001, 2004 - Grand Prix: 36 - Feierte 2000 mit drei sechsten Plätzen im BAR seine größten Erfolge, 2007 war er Testfahrer bei Renault.

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FELIPE NASR - Zeit in der F1: 2015-2016 - Grand Prix: 39 - Lieferte nach Platz drei in der GP2-Saison 2013 ein überzeugendes Debütjahr bei Sauber ab, musste nach 2016 wegen Sponsoren-Schwierigkeiten das Feld räumen.

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CHRISTIAN FITTIPALDI - Zeit in der F1: 1992-1994 - Grand Prix: 40 - Sohn von Wilson holte immerhin zwölf WM-Punkte, wurde einmal Vierter (Südafrika 1993) und startete später in Le Mans und Sebring.

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ROBERTO MORENO - Zeit in der F1: 1987, 1989-1992, 1995 - Grand Prix: 42 - Der Jugendfreund von Nelson Piquet startete für achte verschiedene Teams, da er oft als Ersatzmann engagiert wurde. 1991 musste er sein Benetton-Cockpit während der Saison an einen gewissen Michael Schumacher abgeben.

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BRUNO SENNA - Zeit in der F1: 2010-2012 - Grand Prix: 46 - Der Neffe von Ayrton Senna konnte nicht an die Erfolge seines Onkels anschließen. Bei Williams fuhr er mit Platz sechs sein bestes Resultat ein. Später in Le Mans und der Formel E unterwegs.

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CARLOS PACE - Zeit in der F1: 1972-1977 - Grand Prix: 72 - "Moco" (der Schwerhörige) gewann sein einziges Rennen vor heimischem Publikum, starb 1977 auf dramatische Art und Weise bei einem Flugzeugabsturz. Seither trägt die Strecke in Interlagos seinen Namen.

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MAURICIO GUGELMIN - Zeit in der F1: 1988-1992 - Grand Prix: 74 - Wohnte einst mit Ayrton Senna zusammen, der ihn zu Lotus holen wollte. Sein größter Erfolg ist Platz drei beim Heimrennen 1989.

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PEDRO DINIZ - Zeit in der F1: 1995-2000 - Grand Prix: 98 - Oft als Bezahlfahrer verschrien, schaffte er es in seinen Jahren mit Forti, Ligier, Arrows und Sauber immerhin acht Mal in die Punkteränge.

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EMERSON FITTIPALDI - Zeit in der F1: 1970-1980 - Grand Prix: 144 - Wurde 1972 der bis dahin jüngste Weltmeister der F1-Geschichte, 1974 erneut Champion. Gewann insgesamt 14 Rennen. Heute produziert er hobbymäßig Zigarren.

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AYRTON SENNA - Zeit in der F1: 1984-1994 - Grand Prix: 161 - Der dreifache Weltmeister gilt bis heute unter vielen aktiven wie ehemaligen Fahrern als bester F1-Pilot aller Zeiten. Wurde durch Crash 1994 in Imola im Alter von 34 Jahren aus dem Leben gerissen.

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NELSON PIQUET - Zeit in der F1: 1978-1991 - Grand Prix: 204 - Wurde ebenfalls drei Mal Weltmeister, dabei auch der erste in der Turbo-Ära (1983). Bis heute jener Brasilianer mit den meisten schnellsten Rennrunden (23).

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FELIPE MASSA - Zeit in der F1: 2002, 2004-2017 - Grand Prix: 267 - Nach Debüt bei Sauber löste er seinen Landsmann Rubens Barrichello bei Ferrari ab. 2008 schrammte er auf dramatische Art und Weise am WM-Titel vorbei. Kämpfte sich nach schwerem Unfall 2009 stark zurück und verschob für Williams sein Karriereende um ein Jahr.

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RUBENS BARRICHELLO - Zeit in der F1: 1993-2011 - Grand Prix: 323 - Bis heute jener Fahrer mit den meisten bestrittenen Rennen. Unter Schumacher brave Nummer zwei und 2002 und 2004 im Ferrari zweimal Vize-Weltmeister. Feierte 2009 mit Brawn zudem noch einmal die Konstrukteurs-WM.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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