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Horner: "Qualität statt Quantität im F1-Kalender"

Red-Bull-Teamchef Horner fordert mehr Qualität im Rennkalender.

Horner: Foto: © getty

Der Formel 1 droht ein Kalender-Problem. Diese Sorge hat zumindest Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Die "Königsklasse" wird 2022 durch den gestrichenen Russland-GP (alle Infos>>>) - sollte es keine weiteren Veränderungen mehr geben - "nur" auf 22 Läufe kommen.

24 Rennen dürfen laut dem Concorde-Agreement pro Saison gefahren werden. Und genau diese Marke könnte bereits 2023 zum Problem werden.

2023 selbst ohne Russland 25 Rennen?

Da sollen nämlich Katar und Las Vegas in den Kalender aufgenommen werden. Bleibt die Vertragsauflösung mit Russland bestehen, wäre die Formel 1 damit bereits bei ihrem Maximum. Eigentlich kein Problem, wenn nicht der China-Grand-Prix nach der erzwungenen Coronapause vor einer geplanten Rückkehr stehen würde.

Macht - wenn der genannte Fall eintritt - 25 Rennen. Also ein Lauf mehr als erlaubt.

Kein Wunder also, dass Horner bei "Motorsport-Total.com" zweifelt: "Ich wünsche mir Qualität über Quantität, weswegen man vielleicht über das ein odere andere Rennen im Kalender nachdenken sollte. Mit 23 Rennen ist man schon am Sättigungspunkt angekommen", wird der fünffache Meister-Teamchef zitiert.

F1-Boss: "Kein Rennen ist sicher"

Formel-1-Boss Stefano Domenicali kündigte bereits an, dass "kein Rennen sicher" sei, wobei vor allem Monaco, Spa-Francorchamps und Le Castellet als Wackelkandidaten gelten.

Red-Bull-Pilot Sergio Perez hatte sich zwar positiv zum Grand-Prix in Las Vegas ausgesprochen (alle Infos>>>), machte sich aber ebenfalls Sorgen um die Kalender-Entwicklung.

Sainz und Co. plädieren auf Europa

Ex-Red-Bull-Junior Carlos Sainz spricht sich zwar für die Rennen in Miami und Las Vegas aus, ratet aber trotz dreier geplanter US-GPs (mit COTA in Texas) zur Vorsicht: "Es wäre ein großer Verlust, einige klassische europäische Rennen nicht mehr zu haben."

George Russell (Mercedes) sieht sein Heimspiel in Silverstone als "Muss", während Mick Schumacher (Haas) im Idealfall ebenfalls sein Heimspiel in Deutschland zurückhätte, wenn es wohl auch auf eine Rotation zwischen Hockenheim und dem Nürburgring hinauslaufen würde.

"Das ist der Weg, den die Formel 1 nun einmal geht", sagt der zweifache Weltmeister Fernando Alonso (Alpine). "Für die Teams ist das echt anspruchsvoll, vor allem da wir nicht mehr so viele Rennen in Europa haben. Das ist die Sorge, wenn wir weiter Rennen hinzufügen."

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