Unterschiede: Mercedes erklärt
Worin genau unterscheiden sich die neuen Autos im Vergleich zu den Modellen des Vorjahres? Nun, Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin erklärt dazu: "Mehr Komponenten haben sich bei diesem Auto verändert als in irgendeinem anderen Jahr, soweit ich mich erinnern kann."
Der Brite führt aus, dass beim Facelift mit neuen Front- und Heckflügeln vor allem ein leitender Gedanke im Hintergrund stand: "Das aerodynamische Verhalten des Autos wurde in den Regeln komplett neu gedacht, damit man dichter auffahren kann, damit wir bessere Rennaction sehen."
Die nachteiligen Luftverwirbelungen, die das Verfolgen des Vordermannes über längere Zeit und letztlich das Überholen extrem erschwert haben, sollten also ausgemerzt werden.
"Außerdem haben wir ganz andere Reifen (18 Zoll/Anm.). All das müssen wir erst verstehen", sagt Shovlin. Denn bei den nun ausrangierten Fabrikaten wusste man genau, in welchen Spannen bezüglich Temperatur, Feuchtigkeit etc. sie am besten arbeiteten und das höchste Grip-Level boten. Dabei gab es von Jahr zu Jahr vergleichsweise geringe Änderungen. "Die Autos davor waren praktisch eine Evolution."
Diese ganze, über Jahre gewonnene Entwicklungsarbeit ist nun mehr oder weniger Datenmüll.
Auch der Wochenend-Ablauf neu
Hinzu kommt in diesem Jahr auch ein leicht adaptierter Ablauf eines Rennwochenendes. Dadurch bedingt, dass die Beteiligten immer mehr Rennen - erstmals sind es heuer 23 - abzuspulen haben, wurden die Trainings am Freitag ein paar Stunden nach hinten versetzt.
Die erste Session wird - direkt nach den Medienterminen, für die früher der Donnerstag reserviert war - üblicherweise nach Mittag beginnen, das zweite Training wird am späten Nachmittag gefahren.
Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass die Teams am Freitagabend noch mehr Zeitdruck haben. Vor allem, wenn dann größere Reparaturarbeiten anstehen, wird sich das bemerkbar machen.