Hamilton über Boxenstopp erbost

Hamilton über Boxenstopp erbost Foto: © getty
 

Mit dem Sieg beim Grand Prix der Türkei hatte Weltmeister Lewis Hamilton zwar nichts zu tun, sein Boxenstopp in der 50. Runde sorgt dennoch für Gesprächsstoff.

Der siebenfache Weltmeister arbeitete sich zu diesem Zeitpunkt von Startplatz elf auf Rang drei vor, aufgrund der regnerischen Verhältnisse war der verpflichtende Reifenwechsel hinfällig. Die Mercedes-Strategen wollten den Briten eigentlich schon einige Runden vorher zum Reifenwechsel bitten, was Hamilton erfolgreich blockieren konnte. Erst als die Mercedes-Crew die letzte Chance zum Stopp verortete, gab Hamilton nach und ließ seine abgenutzten Intermediates durch frische ersetzen.

Auf der Strecke führte das nicht zu Verbesserung, im Gegenteil. Hamilton fiel in der Box auf Rang fünf zurück, zwischenzeitlich musste er darauf hoffen, nicht vom Sechsten Pierre Gasly überholt zu werden.

"Warum haben wir diesen Platz hergegeben?", schimpft Hamilton noch während des Rennens. Später raunzt er: "Wir hätten draußen bleiben sollen."

Ob die ursprünglichen Reifen überhaupt bis zum Ende durchgehalten hätten, weiß man natürlich nicht. Esteban Ocon vollzog als Einziger keinen Boxenstopp, nach dem Rennen zeigt sich der Franzose erleichtert, dass ihm das Gummi nicht um die Ohren geflogen ist.

Für Hamilton spielt das keine Rolle, nach dem Rennen bekräftigt er seinen Standpunkt. Es sei ein Fehler gewesen, zu diesem Zeitpunkt in die Box zu kommen, so der 36-Jährige.

"Rückblickend hätte ich wohl besser draußen bleiben oder aber deutlich früher an die Box kommen sollen", sagt der Brite. "Wenn du erst acht Runden vor Schluss reinkommst, hast du keine Zeit mehr, die Graining-Phase dieses Reifens auf einer abtrocknenden Strecke richtig zu durchlaufen."

Wolff beschwichtigt

Auf den Sieg seines Teamkollegen Valtteri Bottas angesprochen, gibt Hamilton keine Antwort, stattdessen moniert er die vielen verlorenen Punkte.

Mercedes-Teamboss Toto Wolff verteidigt die gereizte Reaktion Hamiltons gegenüber ServusTV. "Es ist natürlich im Auto ganz schwer zu verstehen, wie die Situation ist", so der Wiener. "Er wollte erst draußenbleiben. Da waren wir aber eineinhalb Sekunden langsamer als der Rest, mit Gefahr auf mehr. Denn Leclerc ist dann plötzlich ganz langsam gefahren."

Wolff nimmt aber gleichzeitig die Mercedes-Strategen in Schutz. "Ich glaube, die Entscheidungen waren so richtig. Wir haben gegambelt auf eine entweder auftrocknende Bahn oder aber das bis zum Ende auszuhalten. Dann aber war's so langsam, dass wir die Position verteidigen mussten, auch gegen Gasly", so der Teamboss des Serien-Weltmeisters.

"Rückblickend hätte ich zehn Runden früher gestoppt und auf der Strecke gekämpft", so Wolff, der bei diesem Szenario von Platz drei oder vier für Hamilton ausgeht.

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