Berger: "Wehrlein logischer Rosberg-Nachfolger"

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

"Pascal Wehrlein ist der ideale Kandidat. In Wahrheit ist er der einzige logische Kandidat. Dieser Junge ist gut, daher ist das ein perfekter Moment, ihm eine Chance zu geben. Er ist genau dafür ausgebildet worden und man hat auf diese Karte gesetzt", erklärt Gerhard Berger in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar7" bei ServusTV auf die Nachfolge von Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes angesprochen.

Der Tiroler ist überzeugt, dass der Deutsche eine gute Nummer 2 hinter Lewis Hamilton wäre.

Der 57-jährige Ex-Formel-1-Pilot weiter: "Ich glaube nicht, dass Pascal Lewis Hamilton das Wasser reichen kann. Ich denke aber, dass er sich innerhalb von einem halben Jahr heranarbeiten kann. Mercedes kann dadurch seine Taktik verändern. Lewis ist die absolute Nummer eins, Pascal die Nummer zwei. Das heißt, sie werden sich im Gegensatz zu Red Bull keine Punkte wegnehmen."

Wolff: Wehrlein nicht reif genug

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wiederum hält Wehrlein für noch nicht reif genug, wie er gegenüber der "DPA" durchblicken lässt: "Wenn ich eine Weihnachtswunschliste machen würde, dann würde ich mir bei ihm noch ein Jahr oder zwei Jahre wünschen in einem Mittelfeldteam."

Das heißt jedoch nicht, dass diese Einschätzung Wehrlein als Rosberg-Nachfolger ausschließt - im Gegenteil: "Aber die Weihnachtswunschliste ist für mich in diesem Jahr entfallen, insofern gilt es, einen guten Kompromiss zu finden und vielleicht, so wie der Nico eine mutige Entscheidung getroffen hat, müssen auch wir eine mutige Entscheidung treffen."

Berger bekam SMS von Rosberg

Der Abgang von Rosberg hat Insider Berger wiederum überrascht: "Ich habe den Rücktritt von Nico überhaupt nicht erwartet. Einen halben Tag früher als andere habe ich es erfahren. Nico hat mir eine SMS geschrieben, dass er aufhört. Ich musste schmunzeln und wusste nicht, was ich damit anfangen soll. Aber er hat es durchgezogen."

Wie sich der Tiroler die Entscheidung des 31-Jährigen erklärt? "Man darf den täglichen Druck nicht unterschätzen, die körperliche und mentale Anstrengung, den 130-prozentigen Einsatz. Da bleibt nichts für Freunde, Familie und sich selbst. Wenn man einen Mann wie Piquet, Senna, Lauda oder eben Hamilton als Teamkollegen hat, dann ist das schon eine anstrengende Sache."

Tiroler schließt Rosberg-Comeback nicht aus

Eine Rückkehr des Weltmeisters schließt Gerhard Berger nicht aus: "Die Gefahr ist schon groß, vor allem wenn man so jung und am Höhepunkt abtritt. Ich kann mir vorstellen, dass Nico irgendwann nochmal schwach werden könnte. Es kann in zwei, drei Jahren so sein, dass die neuen Geschäfte zwar interessant sind, aber vergleichbar mit einem Sieg in der Formel 1 sind sie sicher nicht."


Textquelle: © LAOLA1.at

McLaren will Alonso nicht ziehen lassen

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare