Ecclestone gibt Weltmeister-Tipp ab

Aufmacherbild Foto: © getty
 

In der Formel-1-Saison 2017/18 zeichnet sich ein Zweikampf um den WM-Titel zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel ab.

Ex-F1-Boss Bernie Ecclestone legt sich schon vor dem vierten Rennen in Russland (So., 14 Uhr) fest, wer Weltmeister wird. "Ich würde mich freuen, wenn Vettel gewinnt, weil er ein guter Freund von mir ist. Aber es wird anders kommen", tippt Ecclestone in der "Bild" auf Hamilton.

"Lewis ist so extrem talentiert. Dazu wirkt er dieses Jahr entspannter, genießt die Zeit hier mehr."

Hamiltons Lockerheit erklärt der Brite so: "In den letzten Jahren hat er immer geglaubt, das Team unterstütze ihn nicht. Weil der andere Fahrer ein Deutscher war bei einem deutschen Rennstall. Das war natürlich Blödsinn, aber dieser Gedanke ist jetzt weg. Dadurch ist der Druck geringer."

Vettel hingegen sei derzeit so erfolgreich, weil er die erfolglose Phase von Ferrari im vergangenen Jahr "verdaut hat". "Er dachte, wenn er zu Ferrari geht, wird er sofort Weltmeister. Das hat er jetzt überwunden", glaubt Ecclestone.

Pokale aus den Vorjahren bedeuten nichts

Nach dem besten Ferrari-Saisonstart seit 2008 steigt trotz einer gewissen Zurückhaltung die Zuversicht bei Vettel mit jedem Rennen. "Hoffentlich helfen uns die Erfolge in den ersten Rennen, so ein Momentum zu schaffen, wie es diese Jungs in den vergangenen Jahren hatten", sagte der Zweite von 2015 im Sotschi Autodrom.

Dieses Momentum führte Mercedes bei allen drei bisherigen Auflagen des Großen Preises von Russland in der Winter-Olympiastadt von 2014 zum Sieg. Hamilton war 2014 und 2015 auf dem Weg zu seinen WM-Titeln zwei und drei in Sotschi nicht zu schlagen, in der vergangenen Saison nahm Nico Rosberg auf dem Weg zum ersten WM-Triumph die 25 Punkte aus Russland mit.

"Die Pokale aus den Vorjahren bedeuten nicht, dass wir auch in diesem Jahr automatisch in Russland gewinnen werden. Schon gar nicht, wenn man einen so ernstzunehmenden Gegner wie wir mit Ferrari hat", betonte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Die Formel 1 bekommt das Duell, das sie gebraucht hat - Vierfach-Weltmeister im Ferrari gegen Dreifach-Champion im Silberpfeil. Ein "Kampf der Giganten" voll gegenseitigem Respekt, aber auch gnadenlos.

Wolff: "Nicht zu viel über Rückschläge nachdenken"

Vor dem Rennen am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live ORF eins und Sky) hat Vettel mit 68 Punkten aber schon 30 mehr als der drittplatzierte Bottas. Hamilton kommt auch dank der Teamorder-Rettungsaktion von Bahrain auf 61 Zähler. Beim Vettel-Sieg in Australien hatte Hamilton Platz zwei belegt, in China vor Vettel gewonnen und in Bahrain wieder Platz zwei hinter dem Deutschen eingefahren.

Einen Vettel in WM-Form in einem bisher absolut WM-tauglichen Ferrari als Gegner zu haben, verlangt der Silberpfeil-Crew alles ab. Vorbei ist das reine Teamduell der vergangenen drei Jahre zwischen Hamilton und Rosberg. Was früher eine Frage der Reihenfolge der beiden auf den Plätzen eins und zwei war, ist nun die Herausforderung, überhaupt den Sieg zu schaffen.

"Die Plätze zwei und drei sind definitiv keine Katastrophe. Aber wenn du ein siegfähiges Auto und zwei siegfähige Fahrer hast und das nicht umsetzen kannst, schmerzt dich das - genau so sollte es auch sein", sagte Wolff rückblickend auf das Bahrain-Rennen. "Man muss aufpassen, nicht zu viel über diese Rückschläge nachzudenken."

VIDEO! Daniel Ricciardo bei der Marshmallow-Challenge:

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1 will "Shield" statt "Halo" als Cockpitschutz

Zum Seitenanfang»

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare