Knalleffekt: Rosberg erklärt Rücktritt

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Das ist ein echter Knalleffekt! Der deutsche Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg verkündet am Rande der FIA-Gala in Wien überraschend seinen Rücktritt.

Nach einer extrem fordernden Saison bringe er nicht mehr genügend Motivation auf, erklärt der 31-Jährige. "Ich folge meinem Herzen. Es fühlt sich richtig an."

Die Entscheidung sei ab dem GP von Suzuka gereift. "Da habe ich begonnen, darüber nachzudenken, den Rennsport als Weltmeister aufzugeben", erklärt er auf Facebook.

"Am Sonntagmorgen in Abu Dhabi, da wusste ich, dies könnte dein letztes Rennen sein. Und es fühlte sich alles plötzlich so klar und richtig an vor dem Start." Endgültig entschieden habe er sich am Montagabend zu diesem Schritt.

Rosberg stieg 2006 in die Formel 1 und absolvierte seither 206 Rennen. 23 davon konnte er gewinnen. Nach zwei Vize-WM-Titel 2014 und 2015 krönte er sich in der abgelaufenen Saison zum Weltmeister.

VIDEO! Rosberg erklärt, warum er zurücktritt:


Nico Rosberg ist Weltmeister. Lange musste er darauf warten. Aus "Britney" wurde ein echter Champion. Seine Karriere in Bildern:

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Mit sechs Jahren saß Nico Erik Rosberg erstmals im Kart. 2000 wurde er mit 15 Jahren hinter Lewis Hamilton Vizeeuropameister in der Formel A. 2001 feierte er sein Debüt im Formelsport und gewann die deutsche Formel BMW.

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Im Alter von 17 Jahren durfte Rosberg 2002 bei Williams erstmals einen Formel-1-Wagen testen.

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2003 wechselte Rosberg in die neu gegründete Formel-3-Euroserie. Im Rookie Cup wurde er Zweiter. Hinter einem gewissen Christian Klien (hier im Bild mit Niki Lauda).

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Nach einem weiteren Jahr in der Formel 3 wechselte Rosberg 2005 in die GP2. Neben ihm debütierten damals zwei weitere F1-Fahrersöhne: Matthias Lauda und Nelson Piquet jr.

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Beim Sprint in Magny-Cours feierte Rosberg seinen ersten Rennsieg, am Ende holte er mit 120 Punkten den Fahrer-Titel in der GP2 und verwies Heikki Kovalainen (105) auf Platz zwei.

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Auch 2005 war Rosberg bei Williams als Testfahrer im Einsatz. Das sollte sich ein Jahr später ändern.

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Rosberg wurde 2006 Teamkollege von Mark Webber. Eine lange Formel-1-Karriere nimmt ihren Anfang.

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Schon das erste Rennen von Rosberg verläuft spektakulär. Nach einem Startcrash samt Reparatur-Stopp kämpft er sich vom Ende des Feldes auf Platz sieben zurück und holt beim Debüt zwei Punkte. Außerdem fuhr er die schnellste Rennrunde.

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Trotz vieler technischer Probleme machte sich Rosberg einen Namen. Beim GP von Europa holte er vom letzten Startplatz aus mit Platz sieben erneut Punkte.

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Bei der Hälfte der Rennen in seiner Debütsaison kam er aber nicht ins Ziel. Am Ende unterlag er Webber im internen Williams-Duell.

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2007 wechselte Williams auf Toyota-Motoren, zudem bekam Rosberg mit dem Österreicher Alexander Wurz einen neuen Teamkollegen.

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Wieder gelingt der Auftakt mit Platz sieben in Australien, insgesamt holt er acht Punkteplatzierungen und wird in Brasilien Vierter. Wurz konnte ihn nur einmal im Qualifying schlagen. Die Punktebilanz: 20:13 (Wurz wurde ein Rennen vor Schluss durch Nakajima ersetzt).

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Rosberg-Nakajima hieß auch das Duo für 2008. Und erstmals kam Rosberg einem Sieg nahe.

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In Australien holte er mit Platz drei seinen ersten Podestplatz und feierte gemeinsam mit Rennsieger und damals noch nicht Rivale Lewis Hamilton.

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In Singapur wurde Rosberg sogar Zweiter - diesmal vor Hamilton.

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2009 war das Jahr von BrawnGP. Rosberg bildete erneut mit Nakajima ein Duo, holte aber keinen Podestplatz. Zweimal wurde er Vierter. Am Ende des Jahres verabschiedet er sich vom Williams-Team nach vier Jahren.

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2010 folgte der Wechsel zu Mercedes. Die Silberpfeile traten erstmals seit 1955 wieder als Konstrukteur auf. Und Michael Schumacher feierte sein Comeback.

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Rosberg stand natürlich zunächst im Schatten des siebenfachen Weltmeisters.

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Auf der Strecke war Rosberg aber die Nummer eins im Team. In Malaysia, China und Großbritannien fuhr er als Dritter auf das Podium.

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Am Ende entschied er das interne Duell mit Schumacher in diesem Jahr mit 142 zu 72 Punkten für sich.

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2011 punktete Rosberg konstant und gewann das Duell mit Schumacher erneut, Schumi holte mit Platz vier die beste Saisonplatzierung für das Team.

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2012 entwickelt sich Mercedes weiter und auch Rosberg macht den nächsten Schritt. In China holt er sich seine erste Pole Position.

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Einen Tag später krönt er sich in Shanghai zum 103. Sieger eines Formel-1-Grand-Prix.

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In seiner Wahlheimat Monaco fuhr Rosberg ein weiteres Mal auf das Podest, das Duell mit Schumacher entschied er deutlich für sich (93:49).

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2013 bekommt Rosberg mit Lewis Hamilton einen neuen Teamkollegen. Den Einfluss des Briten bekommt er bald zu spüren. In Malaysia wird Rosberg angehalten, seinen Teamkollegen auf Platz drei liegend nicht zu attackieren.

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Rosberg jubelt über Siege in Monaco und Großbritannien, landet in der WM aber auf Platz sechs und damit hinter Hamilton, der Vierter wird.

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Im Jahr 2014 wurden aus Freunden bittere Rivalen. Durch das neue Reglement war Mercedes dem Rest des Feldes haushoch überlegen. Die WM wurde zum Duell: Hamilton gegen Rosberg.

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Der Deutsche gewinnt dabei unter anderem das Comeback-Rennen in Österreich und liegt danach komfortabel in Führung.

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In Belgien eskaliert der Kampf. Es kommt zur Kollision, Hamilton scheidet aus, Rosberg wird Zweiter. Danach feiert der Brite aber fünf Siege in Serie.

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Rosberg schied noch dazu in Singapur aus, hatte aber beim Finale, wo es doppelte Punkte gab, Chancen auf den Titel.

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Dort lief aber alles für Hamilton. Rosberg kämpfte mit technischen Problemen während Hamilton dem Sieg und damit dem Titel entgegenraste.

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Hamilton durfte feiern, Rosberg machte gute Miene zum bösen Spiel.

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2015 ging der Paarlauf um den WM-Titel zunächst weiter. Hamilton startete stark, Rosberg schlug zurück.

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Mit Siegen in Spanien, Monaco und Österreich hielt der Deutsche das WM-Rennen offen.

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Rückschläge in Italien und Russland konnte der Deutsche aber nicht mehr verkraften. In Austin holte Hamilton vorzeitig den Titel.

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Rosberg fand sich damit ab und schlug zurück. Mit drei Siegen zum Saisonfinale nahm er schon vor 2016 richtig Fahrt auf.

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2016 startete Rosberg mit vier Siegen in Serie, ehe es in Spanien zum ersten großen Crash kommt und beide Silberpfeile ausscheiden. In Spielberg verliert Rosberg den Sieg dramatisch in der letzten Runde und wird nur Vierter.

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Während Hamilton mit vier Erfolgen en suite zurückschlägt punktet Rosberg konstant. Die Vorentscheidung bringt ein Ausfall Hamiltons in Malaysia. Der Brite war davor klar auf Siegkurs.

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Rosberg holte davor wichtige Siege wie hier in Singapur.

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Beim Finale fährt der Deutsche unter Druck einen zweiten Platz ein und damit seinen ersten Titel nach Hause.

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Das war die denkwürdige Pressekonferenz in Wien, bei der er seine Entscheidung verkündete:


Sein persönliches Statement im Wortlaut:

Textquelle: © LAOLA1.at

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