Eddie Jordan: Mercedes plant den Ausstieg!

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Die Zeit von Mercedes als Werksteam in der Formel 1 könnte sich dem Ende zuneigen.

Eddie Jordan, der als bestens vernetzter Experte gilt, prophezeit nun, dass sich die Silberpfeile schon nach der nächsten Saison zurückziehen werden.

"Ich glaube, sie werden dieses und nächstes Jahr wieder um beide Titel fahren und dann wird der Vorstand in Stuttgart entscheiden, das Team zu verkaufen und nur noch Motorenhersteller in der Formel 1 zu bleiben", sagt der Ire bei "Auto Bild Motorsport".

Die Prognosen von Jordan, zwischen 1991 und 2005 auch Teambesitzer in der Königsklasse, hatten sich in den vergangenen Jahren des Öfteren bewahrheitet. 2010 hatter er mit der Prohezeihung des Comebacks von Michael Schumacher recht, ebenso beim Wechsel von Lewis Hamilton 2013 zu Mercedes. Der 69-Jährige kann seine Ansage auch begründen.

Verhandlungen mit Interessent aus Asien

"Ich würde das genauso machen. Denn Mercedes hat alles gewonnen. Ab jetzt können sie nur noch schlechter werden. Dann ist es doch besser, die Kosten zurückzufahren und sich auf ihr altes Kerngeschäft in der Formel 1 zu beschränken: nämlich Hightech-Antriebe zu entwickeln und zu liefern."

Mercedes ist vertraglich bis 2020 an die Formel 1 gebunden, kann also nur aussteigen, wenn das Team verkauft wird. Wie "Motorsport-Total.com" berichtet, wird mit einem Interessenten aus Asien verhandelt.

Sollte Mercedes tatsächlich Ernst machen, könnte man sich auf einen Einstieg in die Formel E konzentrieren, für die man sich ein Startrecht für die Saison 2018/19 gesichert hat. Da der Konzern die Elektro-Schiene zuletzte forcierte, scheint der Schritt in die E-Serie nicht unwahrscheinlich.

Silberpfeile dementieren heftig

Mercedes reagiert auf die Statements von Jordan ungewohnt heftig. "Diese Aussagen sind komplett falsch und es gibt keinerlei Überlegungen in diese Richtung", heißt es in einer Pressemitteilung.

Motorsportchef Toto Wolff lässt sich einen Seitenhieb auf den Iren nicht nehmen: "Monaco ist ein Ort, an dem die Leute gerne Party machen und wie es aussieht, hat jemand davon ein bisschen zu viel gemacht!"

Wolff verweist auf den Vertrag mit der Formel 1 bis 2020: "Außerdem diskutieren wir mit den neuen Besitzern den darauf folgenden sportlichen Zyklus."


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