Brawn kritisiert Lauda und Wolff scharf

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Ross Brawn lässt mit deutlicher Kritik an seinem ehemaligen Arbeitgeber Mercedes aufhorchen.

In seinem Buch "Total Competition" schießt der ehemalige Teamchef der Silberpfeile scharf gegen Motorsportchef Toto Wolff und Aufsichtsratsboss Niki Lauda.

Brawn wirft den beiden vor, nicht aufrichtig gewesen zu sein: "Was bei Mercedes passiert ist hing damit zusammen, dass mir Leute aufgezwungen wurden, denen ich nicht vertrauen konnte."

"Ich wusste nie wirklich, was sie vorhatten", so Brawn.

Belastetes Verhältnis mit Wolff

"Niki hat mir irgendetwas gesagt, und dann habe ich mitbekommen, dass er anderen etwas völlig anderes gesagt hat", erklärt der Brite, der von 2010 bis 2013 Mercedes-Teamchef war, seine Kritik.

Kurz vor seinem Abschied waren Lauda und Wolff im Team installiert worden. Nachdem kritische Äußerungen Wolffs über Brawn an die Öffentlichkeit gelangten, war das Verhältnis zwischen den beiden früh belastet.

"Ich hatte es mit Leuten zu tun, zu denen ich kein Vertrauen hatte. Leute, die mich wegen ihrer Einstellung bereits enttäuscht hatten", schreibt Brawn.

"Sie haben gegenseitig mit dem Finger auf sich gezeigt"

Unter anderem fühlte er sich bei der Installation von Paddy Lowe als Technikchef übergangen.

"Anfang 2013 kam dann heraus, dass Paddy Lowe verpflichtet wurde und bereits in Stuttgart unterschrieben hatte. Als ich Toto und Niki deswegen zur Rede gestellt habe, haben sie jeweils auf den anderen verwiesen. Ich saß mit ihnen zusammen, aber sie haben gegenseitig mit dem Finger auf sich gezeigt."

Brawn fand die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Duo auch deshalb schwierig, weil beide nicht nur von Mercedes angestellt wurden, sondern auch am Formel-1-Team beteiligt waren.

Unmögliche Zusammenarbeit

"Das war eine interessante Entscheidung von Mercedes, die ich nie verstanden habe", so Brawn.

Eine gemeinsame Zukunft war für den 61-Jährigen aus diesen Gründen unmöglich.

"Es sei denn, ich hätte Krieg gegen sie geführt und sie so entfernt. Aber ich konnte ihnen nicht vertrauen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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