Verkürzung? Nein, danke!

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Mit Novak Djokovic, Stan Wawrinka, Kei Nishikori und Milos Raonic fehlen gleich vier absolute Top-Stars bei den am Montag beginnenden US Open wegen Verletzungen. Die körperlichen Belastungen der bisherigen Saison machen sich bemerkbar. Aufgrund der vielen Absagen wurden im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres auch wieder einige kritische Stimmen laut.

Hat die Reform des Turnierkalenders nichts gebracht? Brauchen die Spieler noch mehr Regenerationsphasen, um den Raubbau an ihrem Körper zu unterbinden? Nein, ich glaube nicht. Die heutige Spieler-Generation geht nur bedeutend verantwortungsvoller mit ihrem eigenen Kapital um.

Zumindest die Top-Stars können es sich leisten, bei komplizierteren und hartnäckigeren Verletzungen bzw. Blessuren auch mal längere Pausen einzulegen. Nur mehr wenige Akteure riskieren langwierige Probleme bzw. sogar ein vorzeitiges Karriereende, nur um kurzfristig ja kein großes Turnier-Highlight zu verpassen.

Roger Federer und Rafael Nadal haben es in den letzten Jahren vorgemacht. Die beiden Ausnahme-Athleten haben auf ihre Körper gehört, lange Pausen eingelegt und sind heuer so stark wie selten zuvor auf die Tour zurückgekehrt. Djokovic & Co. folgen diesem Beispiel nun und richten ihren Blick bereits auf die kommende Saison.

Zusätzliche Wettkampfpausen für alle Beteiligten würden an der aktuellen Situation nur wenig ändern. Die Verletzungsgründe sind individuell zu unterschiedlich: Nicht jede Blessur entsteht aus Überbelastung, sondern kann auch durch schlechtes/falsches Training bzw. schlichtweg aus Pech entstehen.

Was auch gegen eine weitere Verkürzung bzw. Zusammenstauchung des aktuellen Turnier-Kalenders spricht: Sobald Freiräume geschaffen werden entstehen kuriose neue Wettbewerbs-Formate wie vor drei Jahren die indische Champions League, die sportlich wenig wertvoll war, sondern rein der Geldbeschaffung diente.

Textquelle: © LAOLA1.at

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