"Das entscheide nicht ich, das entscheiden andere. Ich muss alles geben, dann wird sich das erweisen", sagt Ramos. "Das sind zwei völlig unterschiedliche Spieler", hält Nationaltrainer Santos fest.
Ronaldo gab gegen die Eidgenossen zumindest den Eindruck, auch die Jokerrolle zu akzeptieren, insofern das bedeutet, dass Portugal so eine größere Chance auf den WM-Titel hätte.
Für Ramos schien er vor Spielbeginn ein offenes Ohr zu haben. "Ich spreche mit allen. Er ist unser Mannschaftsführer, unser Kapitän, deswegen habe ich mit ihm gesprochen", erklärt der Benfica-Angreifer nach dem Spiel.
Fernando Santos: "Es war ein großes Spiel!"
Neben Goncalo Ramos trugen sich auch der 39-jährige Pepe, Raphael Guerreiro und Rafael Leao in die Schützenliste ein. Trotz des deutlichen Sieges sieht Coach Santos aber immer noch etwas Luft nach oben: "Nein, perfekt war das nicht - aber ganz gut gespielt, muss man schon sagen."
"Wir waren einfach gut eingestellt, haben uns konzentriert, gut das Spiel beherrscht", sagt Santos, nur um sich dann doch noch entlocken zu lassen: "Ja, es war ein großes Spiel - muss man sagen. Jetzt mal sehen, wie es weitergeht."
Weiter geht es für Portugal kommenden Samstag (ab 16:00 Uhr im LIVE-Ticker) im Viertelfinale gegen Marokko. Beendet ist das Turnier hingegen für die Schweiz, die in Lusail so mächtig unter die Räder kam.
Shaqiri: "...da wirst du knallhart bestraft!"
"Wir sind alle traurig", erklärt Schweiz-Nationaltrainer Murat Yakin, dessen taktische Überlegungen, auf eine defensive Dreierkette umzustellen, nicht fruchteten.
"Wir haben die Formation gewechselt und versucht, dem Gegner damit Probleme zu bereiten, aber leider haben wir das heute nicht geschafft", sagt Xherdan Shaqiri vor dem "ARD"-Mikrofon. "Dann rennst du dem Spiel hinter und dann ist es schwierig gegen diese gute Truppe."
"Unser Plan ist leider nicht aufgegangen. Das ist Top-Niveau im Fußball, da wirst du knallhart bestraft. Ich denke, wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren", hält Shaqiri fest.
Gegen diese portugiesische Mannschaft war letzten Endes einfach auch nichts zu holen, wie Shaqiri meint: "Man hat gesehen, was für eine Qualiät sie haben, welche Tore sie schießen können. Dann reicht es einfach nicht."
"Wir haben gegen eine klasse Mannschaft gespielt, das muss man auch akzeptieren", sagt auch Yakin.