Frust bei ÖFB-U19: "Wir waren das bessere Team"

Frust bei ÖFB-U19: Foto: © ÖFB/Patrick Vranovsky
 

Aus der Traum von der WM!

Österreichs U19-Nationalteam muss sich im entscheidenden Playoff-Spiel für die WM-Endrunde 2023 gegen die Slowakei unglücklich mit 0:1 geschlagen geben und verpasst damit das Minimalziel - das Ticket nach Indonesien.

"Die Enttäuschung ist jetzt so kurz nach dem Ende sehr groß, weil wir unser bestes Turnierspiel gemacht haben", erklärt ÖFB-Teamchef Martin Scherb.

Scherb: "Wir waren das bessere Team"

Die Partie verläuft für die Österreicher von Beginn weg bitter. Zwei frühe verletzungsbedingte Ausfälle von Kapitän Ervin Omic und Justin Omoregie sowie vor allem der Ausschluss von Florian Wustinger unmittelbar vor der Pause sind letztlich zu viel. Die spielerisch enttäuschenden Slowaken sichern sich mit ihrer einzigen herausgespielten Torchance, die Samuel Kopasek (64.) verwertet, den fünften und letzten europäischen WM-Platz.

"Wir waren auch mit zehn Spielern das bessere Team, müssen aber schon vor der Pause unsere Chancen nützen. Die Slowaken machen aus einer Chance leider ein schönes Tor", sagt Scherb.

Knollmüller entschuldigt sich

Trotz des doppelten Verletzungsschocks hat das ÖFB-Team in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel und hat auch die große Chance auf die Führung, doch Jakob Knollmüller schießt zu überhastet.

"Die Verletzung von Ervin gleich zu Beginn war sehr bitter für uns, dann bekommen wir kurz vor der Pause auch noch zu Unrecht eine Gelb-Rote Karte. Trotzdem haben wir alles gegeben und ich habe auch eine super Chance zur Führung gehabt. Leider habe ich da aber den Ball nicht richtig getroffen. Das ist extrem bitter und tut mir leid für ganz Österreich", sagt Knollmüller.

Bei über 30 Grad sind die jungen Österreicher gegen die harmlosen Slowaken auch dezimiert die bessere Mannschaft. Doch eine Aktion reicht dem EM-Gastgeber vor 4.087 Zuschauern zum Sieg: Kopasek trifft vom Sechzehner ins lange Eck.

Zu allem Überfluss schickt der schwache belgische Schiedsrichter Nathan Verboomen in der Nachspielzeit auch noch Österreichs Kreativmann Yusuf Demir mit Gelb-Rot (95.) vom Platz. Nach Spielende sieht auch noch ÖFB-Verteidiger Lukas Wallner Gelb-Rot.

"Mir fehlen jetzt einfach die Worte, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben. Wir wollten unbedingt zur WM und sind jetzt sehr niedergeschlagen", so Hoffenheim-Legionär Knollmüller weiter.

"Es ist sehr viel gegen uns gelaufen"

"Wir sind einfach nur enttäuscht, dass wir es nicht zur WM geschafft haben", meint auch der für Omoregie eingewechselte Samuel Mischitz.

"Es ist in diesem Spiel sehr viel gegen uns gelaufen. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Mit einem Mann weniger ist es natürlich nicht einfach, aber wir haben alles gegeben und versucht, unsere Prinzipien weiter zu verfolgen. Wir haben bis zuletzt alles versucht, sind aber leider nicht belohnt worden."

Auch bei Teamchef Scherb überwiegt die Enttäuschung: "Die EM war eine tolle Erfahrung für uns alle. Leider hat es heute nicht geklappt, das tut sehr weh."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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