UEFA verabschiedet Reform-Paket

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Die UEFA hat am Mittwoch eine Reihe von Reformen verabschiedet und damit ihre Statuten an die Regularien der FIFA angepasst.

Unter anderem wurde die Amtszeit des Präsidenten und der Exekutivmitglieder auf maximal drei Wahlperioden zu je vier Jahren beschränkt. Zudem dürfen Funktionäre künftig nur mehr ins Exekutivkomitee einziehen, wenn sie eine Führungsposition auf nationaler Fußball-Ebene innehaben.

Die Reformen wurden von den 55 UEFA-Mitgliedern einstimmig beschlossen und treten ab 1. Juli 2017 in Kraft.

"Diese Änderungen sind wesentlich, wenn wir unser Image wieder aufpolieren möchten und wieder Glaubwürdigkeit und Legitimität und Respekt finden wollen", sagt UEFA-Präsident Aleksander Ceferin in seiner Rede beim Kongress in Helsinki.

Eine Million zusätzlich für nationale Verbände

In den Statuten wurden erstmals auch ethische Grundsätze und Prinzipien des "Good Governance" verankert. Allerdings wird es keine vollständig unabhängige Ethikkommission geben, wie sie die FIFA besitzt. Die Gastgeber für Finali von UEFA-Bewerben wie der Champions League sollen künftig in einem transparenten Verfahren ermittelt werden.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat zudem eine außerplanmäßige Millionenzuwendung für die 55 Mitgliedsverbände angekündigt. Jeweils eine Million Euro solle an die UEFA-Nationen ausgeschüttet werden, sagte der Slowene am Mittwoch.

"Die UEFA ist nicht dazu da, Reichtümer anzuhäufen, während Sie Schwierigkeiten haben, den Fußball auch im letzten Winkel Ihres Verbandsgebiets weiterzuentwickeln", sagte der Slowene über diese Entscheidung zu den Delegierten. Die "Solidaritätszahlung" sei durch "exzellente finanzielle Ergebnisse unserer Nationalmannschaftsbewerbe" möglich.

Im Finanzjahr 2015/16, in das auch die Einnahmen durch die Europameisterschaft 2016 in Frankreich fallen, machte die UEFA nach eigenen Angaben einen Gewinn von 102,1 Millionen Euro. Im vorherigen EM-Zyklus 2011/12 war es noch ein Überschuss von 128,8 Millionen Euro gewesen. Die Reserven der UEFA stiegen von 531 auf 633 Millionen Euro.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Florian Klein ein Thema bei Maccabi Haifa

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