UEFA-Präsident Ceferin bis 2023 wiedergewählt

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Im Rahmen des UEFA-Kongresses wurde die Zukunft des europäischen Fußballverbandes geklärt.

Weiter als Präsident an der Spitze stehen wird Aleksander Ceferin. Der 51-jährige Slowene wurde am Donnerstag in seinem Amt für eine zweite Amtszeit wiedergewählt und wird dieses nun weitere vier Jahre bis 2023 bekleiden.

Einen Gegenkandidaten gab es dabei nicht, die Wahl der 55 UEFA-Mitgliedsverbände erfolte durch Akklamation.

Ceferin übernahm die UEFA im September 2016, nachdem sein französischer Vorgänger Michel Platini 2015 gesperrt wurde. Damals hatte er sich in einer Kampfabstimmung gegen den Niederländer Michael van Praag durchgesetzt.

Zuvor war der Jurist auf der internationalen Funktionärsbühne kaum in Erscheinung getreten. Als UEFA-Chef ist er per Statuten auch Vizepräsident im Weltverband FIFA.

Derzeit gibt es einige Streitpunkte zwischen dem Weltverband FIFA und UEFA. Vor allem den Plänen von FIFA-Boss Gianni Infantino zur Einführung einer aufgeblähten Club-WM sowie einer globalen Nations League stehen die UEFA und die europäischen Großclubs sehr kritisch gegenüber. Doch in Rom schlugen sowohl Infantino in seiner Grußrede als auch Ceferin in seiner Dankesrede versöhnliche Töne an. "Der Fußball ist global und verdient es, global entwickelt zu werden. Dafür müssen wir zusammenarbeiten, miteinander reden und diskutieren. So sehe ich uns alle auf dem Weg nach vorne", betonte Infantino.

Ceferin wird Mögliche für WM 2030 in Europa tun

Auf diesem Weg will Ceferin mit seiner UEFA "eine Quelle konstruktiver Ideen sein und nicht eine Quelle der Opposition", wie der Slowene sagte. "Wir sind bereit, mit der FIFA zusammenzuarbeiten, damit Fußball der Sport Nummer 1 bleibt."

Weiters bekräftigte Ceferin, dass die UEFA "alles Mögliche machen" werde, "um die WM 2030 nach Europa zu holen". Nach Asien (Katar/2022) und Nordamerika (USA-Kanada-Mexiko/2026) müsste die Endrunde in elf Jahren nach dem Rotationsprinzip in Europa, Afrika oder Südamerika stattfinden. Aus Europa haben bereits die Verbände von England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland gemeinsam ihr Interesse angemeldet. Einen entsprechenden gemeinsamen Bewerbungsplan gibt es auch von Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien.

Einer von Politikern propagierten gemeinsamen Kandidatur von Spanien und Portugal mit Marokko hatte Ceferin bereits eine Absage erteilt. "Ich bin kein Freund transkontinentaler Kandidaturen", hatte der 51-Jährige beim Exekutivtreffen im Dezember in Dublin erklärt.

In Südamerika soll es offenbar Gespräche über eine gemeinsame Bewerbung von Argentinien, Uruguay und Paraguay geben. Dies wäre eine Jubiläums-WM: 1930 fand die erste Endrunde in Uruguays Hauptstadt Montevideo statt. Die Entscheidung über den WM-Gastgeber trifft der FIFA-Kongress in der Regel acht Jahre vor dem Turnier.


Textquelle: © LAOLA1.at

Kein Gegenkandidat: Gianni Infantino bleibt FIFA-Boss

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