Nach drei Jahren Gefängnis: Sanel Kuljic packt aus

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Seit letztem Montag ist Sanel Kuljic ein freier Mann.

Der 39-Jährige, der wegen Wettbetrugs zu fünf Jahren Haft veurteilt worden war, wurde nach fast drei Jahren hinter Gittern aus dem Gefängnis entlassen. "Fünf Jahre für Wettbetrug... Wenn ich da gewisse andere Urteile sehe, ist das völlig überzogen. Beim Gedanken wird mir gleich wieder schlecht", packt der Ex-Profi im Schweizer "Blick" aus.

Kuljic ist der Meinung, dass an ihm ein Exempel statuiert wurde.

Kein Verständnis

"Mitte Mai ist meine Beschwerde vom Grazer Oberlandesgericht abgewiesen worden. Aber das war mir so was von egal! Ob viereinhalb oder fünfeinhalb Jahre – wichtig war nur, dass damit die U-Haft zu Ende war. Denn bis das Urteil rechtsgültig war, saß ich in U-Haft", erklärt er.

"Da darfst du nie raus, auch wenn du ein Musterhäftling bist. 33 Monate! Stellen Sie sich das vor! Nach Abweisung der Beschwerde konnte ich endlich Antrag auf Ausgang stellen. Und der wurde gutgeheißen."

Der ehemalige ÖFB-Teamstürmer macht seither einen großen Bogen um Graz: "Die letzte Verhandlung in Wien dauerte vier Minuten. Dann war mein Antrag auf bedingte Entlassung gutgeheißen. Ich habe ja nie Probleme gemacht. Und als Fußballer weiß man ja aus unzähligen Trainingscamps genau, was Disziplin heißt.

"Da kommt mir das Kotzen"

"In Graz aber, da ging ich in eine Verhandlung – und es hatte in diesem Raum den Geruch des Todes! Derart voreingenommen waren die mir gegenüber dort."

Ob Kuljic nun rezosialisiert ist? "Ich weiss genau, was ich gemacht habe. Ich weiss auch, dass alles zu viel war. Die Strafe. Die unglaublich lange Untersuchungshaft. Es ist mehr ein Gefühl der Wut. Wenn mir da noch ein Senator sagt, 33 Monate sei keine so lange Zeit, kommt mir das Kotzen."

Einen Job hat der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2005/06 bereits gefunden: "Ich arbeite im Außendienst einer Immobilienhandels-Unternehmung. Schon länger."

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