Ronaldinho übersiedelt vom Häfn in ein Hotel

Ronaldinho übersiedelt vom Häfn in ein Hotel
 

Der ehemalige Fußball-Star Ronaldinho, 2002 mit Brasilien Weltmeister, sitzt nicht mehr im Gefängnis. Stattdessen wurde er in Paraguays Hauptstadt Asuncion in einem Luxus-Hotel unter Hausarrest gestellt.

Der Ex-FC-Barcelona-Kicker und sein Bruder Roberto Assis waren am 6. März kurz nach der Einreise in Paraguay mit gefälschten Pässen erwischt und festgenommen worden. Wegen des Verdachts auf eine Verwicklung in Geldwäscherei-Geschäfte erhob die Staatsanwaltschaft des Landes Anklage gegen die beiden.

Der Richter erklärt: "Ich habe beschlossen, sie unter Hausarrest zu stellen, weil die Ermittlungen weit fortgeschritten sind, anders als noch vor einem Monat."

Sein Anwalt, der knapp 1,5 Mio. Dollar Kaution für die Freilassung hinterlegte, beteuert, Ronaldinho habe die gefälschten Dokumente nicht absichtlich benutzt. Die Pässe seien ihm demnach von einer Stiftung zur Verfügung gestellt worden.

Der zweimalige Welt-Fußballer reiste nach Paraguay um Werbung für sein neues Buch zu machen. Ein Programm, das Kinder für einen sportlichen Lebensstil begeistern soll. Zudem stand die Casino-Eröffnung eines brasilianischen Geschäftsmannes auf dem Reise-Programm.

Anwälte von Ronaldinho kämpfen um die endgültige Freilassung

Das weitere Verfahren können die beiden Brüder aus Porto Alegre nun in einem Hotel in der Hauptstadt Asuncion abwarten. Ronaldinho und Roberto stehen unter Aufsicht der Polizei und dürfen das Land nicht verlassen.

Das brasilianische Portal "Globoesporte" berichtet, die Verteidigung wolle nun jedoch die endgültige Freilassung erreichen. Bei einer Verurteilung drohen fünf Jahre Haft.

Zunächst sah es so aus, als wäre die Posse schnell vorbei. Doch der Fall zog weitreichende Ermittlungen mit zahlreichen Festnahmen nach sich. Ronaldinho nahm an einem Gefängnis-Turnier teil, er soll seine Mannschaft zum 11:2-Sieg geschossen haben (Hautgewinn: Ein Schwein).

Auch seinen 40. Geburtstag beging er medienwirksam in Haft. Danach wurde es still um den ehemaligen Edeldribbler.

Zuletzt hatte es auch wegen der Corona-Krise den Anschein, als ob erst einmal keine Aussicht auf Freilassung besteht. Am Dienstag kam es in Asuncion über Video aber doch zu einer Anhörung. Ronaldinho und Roberto wurden zugeschaltet.

Ihre Anwälte waren bereits dreimal bei dem Versuch gescheitert, die Brüder aus dem Gefängnis zu holen. Wie aus der jüngsten Erklärung der Staatsanwaltschaft hervorgeht, war dafür, dass es diesmal klappte, die Höhe der angebotenen Kaution entscheidend.

"Zuvor haben sie als Sicherheit ein Haus angegeben, das nicht einmal auf den Namen der beiden lief", wurde Staatsanwalt Oscar Legal nach der Anhörung zitiert. "Nun hat die Verteidigung ein Bankkonto im Namen der beiden eröffnet und das Geld deponiert."

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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