Blatter über Infantino: "Das tut im Herzen weh"

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Viele Hoffnungen herrschten bei der Ablöse von Sepp Blatter durch Gianni Infantino an der Spitze der FIFA. Zwei Jahre nach dem Wechsel herrscht angesichts der jüngsten Pläne des FIFA-Präsidenten Ernüchterung - auch bei seinem Vorgänger.

"Was mich wurmt: Bisher hat Infantino die Karten nicht auf den Tisch gelegt. Er hintergeht die eigenen Leute - und missbraucht das Vertrauen der FIFA. Und wo bleibt die von ihm immer wieder gepredigte Transparenz? Das geht doch nicht, als Präsident muss er Vertrauen aufbauen", so Blatter im Interview mit der "Sport Bild" (Mittwoch-Ausgabe).

Infantino verhandelt nicht nur den 25-Milliarden-Dollar-Deal mit einem Konsortium rund um umfangreiche Vermarktungsrechte selbst, er soll auch als Aufsichtsratschef des Unternehmens eingesetzt werden. Das muss in den Augen Blatters Konsequenzen haben: "Infantino ist Präsident der FIFA, man kann doch nicht eine zweite Organisation daneben schaffen, die Wettbewerbe verkauft! Das ist organisch und statutarisch gar nicht möglich. Deshalb ist das meiner Meinung nach ein Fall für die Kontroll- und Compliance-Kommission der FIFA wegen Missachtung der Statuten."

Würde Infantino nicht bis Jahresende offenlegen, welche Einzelheiten der dubiose Deal umfassen wird, müsse seine Wiederwahl im Juni 2019 unterbunden werden.

Blatter selbst ist wegen einer Millionen-Zahlung an Michael Platini bis 2021 gesperrt, sagt über die jetzigen Vorgänge aber: "Ich habe 41 Jahre lang die FIFA geprägt, was jetzt passiert, tut mir im Herzen weh."

Textquelle: © LAOLA1.at

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