Schmid sauer wegen Abwehrfehler
Romano Schmid sparte nach dem Spiel nicht mit Kritik an der eigenen Leistung. "Es ist extrem enttäuschend für uns alle. Wir haben uns viel vorgenommen und das Spiel beginnt überragend für uns. Wir bekommen aber zu leicht Tore, die ganze Quali schon", meint der Profi von Werder Bremen in "ORF".
"Bei allem Respekt - aber von jedem Team, das zwei, drei gute Kicker drin hat, bekommen wir zwei, drei Tore. Wir belohnen uns nicht für unseren Aufwand", betont Schmid.
Auf dem Weg zum "Muss-Sieg" war es für die ohne den nicht gänzlich fitten Matthias Braunöder angetretenen Österreicher nach nur wenigen Minuten eigentlich angerichtet. Nach nur dreieinhalb Minuten traf Schmids Hereingabe den Finnen Ville Koski am Ellenbogen, der schwedische Referee entschied auf Strafstoß. Schmid trat an und verwertete souverän.
Österreich benötigte damit nur noch ein Tor, um Finnland im direkten Duell hinter sich zu wissen. Doch die Nordländer zeigten sich unbeeindruckt.
Finnland hatte bis zur Pause die deutlich besseren Möglichkeiten auf den Ausgleich. Niklas Hedl im Tor drehte beispielsweise einen Schuss über die Latte (26.) und musste im Finish der ersten Halbzeit noch einmal rettend eingreifen.
Gregoritsch: "Nicht geschafft, ein Team zu formen"
Schmid und Co. kamen dann besser aus der Kabine. Alexander Prass war nur 15 Sekunden nach Wiederanpfiff dem 2:0 nahe, Adamus Schuss parierte der finnische Keeper.
Auf der Gegenseite war die Abwehr bei einem schnellen Gegenstoß nicht zum ersten Mal entblößt. Hakans ließ Kapitän Flavius Daniliuc stehen und schloss zum Ausgleich ab. Noch einmal flackerte Hoffnung auf, als Adamu eine Flanke des eingewechselten Jonas Auer per Kopf ins Tor wuchtete.
Das Finish einer mitunter überhart geführten Partie gehörte jedoch den Gästen: Skyttä köpfelte den Ausgleich, nachdem die Rot-Weiß-Roten bei einem Konter erneut schlecht ausgesehen hatten, dann blockte Lukas Sulzbacher einen Schuss vermeintlich mit dem Arm. Tauriainen verwertete den harten Hand-Elfer sicher.
Gregoritsch beklagt nach dem Spiel die vielen Umstellungen im Verlauf der Qualifikation. "Wir haben es nicht geschafft, ein Team zu formen. Immer wieder haben wir den Kader umbauen müssen. Den Finnen ist es gelungen, die ganze Quali mit der gleichen Defensive zu spielen."
Es gelte nun, mit einem neuen Jahrgang im Herbst wieder anzugreifen, hält der Trainer fest.