Dänen-Stars: Ein Goalgetter und ein BVB-Talent

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Einen Punkt vor den ungeschlagenen Polen qualifizierte sich Dänemark für die U21-EM 2019 in Italien und San Marino.

Nach dem 1:3 gegen Deutschland zum Auftakt stehen die Nordländer im zweiten Gruppenspiel gegen das ÖFB-Team (Do., 18:30 Uhr, LIVE-Ticker >>>) aber schon unter Druck.

Die Mannschaft, die als starkes Kollektiv auftritt, hat in den Quali-Spielen im Schnitt drei Treffer pro Partie erzielt und vor allem in der Offensive Spieler, die herausstechen - etwa einen echten Goalgetter und einen Kicker von Borussia Dortmund. Zudem gibt es in den Reihen der Dänen einen Spieler, dessen Onkel beim SK Sturm war.

LAOLA1 stellt die Schlüsselspieler und den Teamchef des ÖFB-Gegners vor:

Die Schlüsselspieler:

Robert Skov

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Schon kurz vor seinem 17. Geburtstag debütierte der Rechtsaußen im Mai 2013 für Silkeborg in der höchsten dänischen Spielklasse. Spätestens seit diesem Zeitpunkt galt Robert Skov als großes Versprechen für die Zukunft.

Im Jänner 2018 schnappte der FC Kopenhagen zu, in der vergangenen Saison ist der Offensivspieler dann so richtig explodiert. 32 Tore und zehn Assists in 48 Pflichtspielen, in der heimischen Liga alle 70 Minuten eine Torbeteiligung! Mittlerweile sind Kaliber wie Tottenham hinter dem 23-Jährigen, der als ausgezeichneter Freistoß-Schütze gilt, her. Zuletzt wurde er mit dem Debüt im A-Nationalteam belohnt.

Philip Billing

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Mit einer Körpergröße von über 1,90 Meter ist der Kicker mit nigerianischen Wurzeln eine beeindruckende Erscheinung. Schon früh, nämlich 2013, verließ Philip Billing seine Heimat Dänemark, um in England sein Glück zu versuchen.

Huddersfield Town verlieh dem Talent den letzten Schliff, bereits mit 17 Jahren durfte sich der Däne über sein Debüt bei den Profis freuen. Das vergangene Frühjahr lief für den 23-Jährigen in der Premier League aber alles andere als zufriedenstellend, unter Neo-Coach Jan Siewert spielte er keine Rolle mehr, weshalb er sich im Sommer einen neuen Klub suchen will.

Jacob Bruun Larsen

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Den Ruf des „Ausnahmetalents“ erwarb sich der Offensivspieler im Lyngby-Nachwuchs. 2014 besuchte der umworbene Youngster die Akademien des FC Liverpool, von PSV Eindhoven und Borussia Dortmund, ehe er sich für einen Wechsel zu den Deutschen entschied.

Nachdem der Linksaußen 2016 unter Thomas Tuchel erstmals Profi-Luft schnuppern durfte und unter Peter Bosz sein Bundesliga-Debüt gab, wurde er im Frühjahr 2018 nach Stuttgart verliehen, wo der nunmehr 20-Jährige aber kaum zum Einsatz kam. In der vergangenen Saison gelang Bruun Larsen unter Lucien Favre der Durchbruch beim BVB, er absolvierte 30 Pflichtspiele.

Jacob Rasmussen

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Der Abwehrchef der Dänen hat in seiner noch jungen Karriere schon jede Menge gesehen. Aus dem Nachwuchs von Odense, wechselte er zunächst in die U19 des FC Schalke 04, zwei Jahre später zog er weiter zum FC St. Pauli, wo er bei den Amateuren in der Regionalliga Nord kickte.

Nur ein Jahr später folgte die Unterschrift in Norwegen bei Rosenborg, in Trondheim konnte der kopfballstarke Innenverteidiger nach einiger Zeit einen Stammplatz erobern. Der FC Empoli schlug zu. Mittlerweile liegen die Transferrechte des Abwehrspielers bei der Fiorentina, die Rasmussen allerdings zuletzt an Empoli verliehen hatte, wo er eher unregelmäßig in der Serie A zum Einsatz kam.

Rasmus Kristensen

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Sein Onkel, Sigurd Kristensen, kickte in den frühen 1990er-Jahren zunächst für den SK Sturm (14 Bundesliga-Tore) und anschließend in Puch. Sein Cousin, Leon Jessen, lief für das dänische Nationalteam, Kaiserslautern und Ingolstadt auf. Kurzum, Rasmus Kristensen kommt aus einer Fußballer-Familie.

Nachdem der Rechtsverteidiger beim FC Midtjylland den Durchbruch schaffte, sicherte sich Ajax Amsterdam im Jänner 2018 die Rechte an ihm. In der niederländischen Hauptstadt waren dem Blondschopf bislang aber nur sporadische Einsätze beschienen.

Mathias Jensen

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Dänemarks „Talent des Jahres 2017“ und Nordsjaellands „Spieler der Saison 2017/18“ ist der Kapitän der dänischen U21-Auswahl. Fast hätte es Mathias Jensen zur FIFA WM 2018 geschafft, er stand im erweiterten Kader, schaffte den finalen Cut aber nicht.

Im vergangenen August folgte der Karriereschritt in La Liga. Fünf Millionen Euro ließ sich Celta Vigo den Dänen kosten. Doch die erste Saison des zentralen Mittelfeldspielers ging ziemlich schief. Erst Mitte August, als die Vorbereitung schon vorbei war, kam Jensen bei seinem Klub an, noch dazu mit einer Leistenverletzung. Kurz nach seinem Debüt setzte ihn eine Oberschenkelverletzung über drei Monate außer Gefecht. Am Ende standen nur sechs Einsätze, drei davon in der Startelf zu Buche.

Der Teamchef:

Niels Frederiksen

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Für den 48-Jährigen ist nach der EURO 2019 Schluss als dänischer U21-Teamchef. Seit 2015 arbeitet er im Verband, am 1. Juni wurde bekannt, dass er in der kommenden Saison Bröndby IF trainieren wird.

Ursprünglich hatte der Mann, der keine ernsthafte Karriere als aktiver Kicker aufzuweisen hat, einen anderen Karriereplan. Nach seinem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium arbeitete er in einer Bank, verdingte sich nur nebenher als Nachwuchs-Trainer. Im März 2009 übernahm er dann aber den Cheftrainer-Posten bei Lyngby BK, in seiner ersten ganzen Saison jubelte der Klub dann über den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Zwei Jahren später erfolgte allerdings wieder der Abstieg, kurz darauf der Wechsel zu Esbjerg.

Spieler Verein
TOR: Daniel Iversen Leicester City
Peter Vindahl Jensen Nordsjaelland
Oskar Snorre Lyngby
ABWEHR: Jacob Rasmussen Empoli
Victor Nelsson Nordsjaelland
Asger Sörensen Jahn Regensburg
Jonas Bager Randers
Andreas Poulsen Mönchengladbach
Mads Pedersen Nordsjaelland
Joakim Maehle Genk
Rasmus Kristensen Ajax Amsterdam
MITTELFELD: Jens Stage Aarhus
Philip Billing Huddersfield Town
Mathias Jensen Celta Vigo
Magnus Kofoed Andersen Nordsjaelland
Oliver Abildgaard Aalborg
ANGRIFF: Jacob Bruun Larsen Borussia Dortmund
Mikkel Duelund Dynamo Kiew
Robert Skov FC Kopenhagen
Andreas Skov Olsen Nordsjaelland
Anders Dreyer Brighton
Jonas Wind FC Kopenhagen
Marcus Ingvartsen Genk
TEAMCHEF: Niels Frederiksen
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

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