WM-Quali: ÖFB-Damen zum Siegen verdammt

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Der Zug für die direkte Qualifikation für die Fußball-WM 2019 in Frankreich ist für Österreich Damen-Nationalteam bereits abgefahren. Die Hoffnung auf eine Endrunden-Teilnahme ist aber noch nicht ganz erloschen.

Um als einer der vier besten Gruppenzweiten den Sprung ins Playoff zu schaffen, müssen für die Mannschaft von Teamchef Dominik Thalhammer in den verbleibenden drei Qualispielen aber ebenso viele Siege her.

Vor dem anstehenden Auswärtsdoppel in Finnland (Freitag) und Israel (Dienstag) ist der Druck für die ÖFB-Auswahl dementsprechend groß.

Das mit vielen langen Bällen operierende Finnland hält vor dem auf Kunstrasen ausgetragenen Duell im Helsinki Football Stadium (17.00 Uhr) in Gruppe 7 genauso wie Österreich bei sieben Punkten, hat aber den Vorteil, noch vier Partien absolvieren zu dürfen.

Eine davon zum Abschluss der Quali am 4. September auch noch in Österreich. Danach müsste die ÖFB-Elf als einer der vier besten Gruppenzweiten dastehen, die im Playoff nur ein weiteres WM-Ticket untereinander ausspielen.

Thalhammer: "Man muss realistisch bleiben"

Die Endrunde ist also noch ein weites Stück entfernt. "Es ist nach wie vor unser großes Ziel, uns für die WM zu qualifizieren, aber man muss immer auch realistisch bleiben", betonte ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer. Nur sieben europäische Teams qualifizieren sich für die WM. Sollte Österreich eines der Tickets ergattern, wäre es für ihn eine Überraschung.

"Auch wenn es uns in den vergangenen Jahren oftmals gelungen ist, über unserem Level zu performen, gehören wir derzeit noch nicht zu den sieben besten Teams Europas. So weit sind wir noch nicht", erläuterte der 47-Jährige.

Sein Blick ist nicht auf andere Gruppen gerichtet, Rechenspiele sind kein Thema. "Stattdessen konzentrieren wir uns auf das, was wir beeinflussen können", verlautete Thalhammer. Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck stimmte dem bei: "Wir konzentrieren uns auf das, was wir kontrollieren können. Das ist unsere Haltung, unsere Einstellung und vor allem die Umsetzung unserer Strategie. Alles andere liegt nicht in unserer Hand."

Negativserie soll gestoppt werden

Die ÖFB-Elf ist nach dem 0:4 in Spanien, 1:1 gegen Serbien und 0:1 gegen Spanien in der Quali drei Spiele sieglos. "Wir haben die Spiele aufgearbeitet und hinter uns gelassen", sagte Thalhammer. Die Serie soll mit dem zweiten Erfolg gegen Finnland im dritten direkten Duell zu Ende gehen. Am 14. Juni 2014 hatte Österreich in Wiener Neustadt mit 3:1 gewonnen.

Nach zwei Tagen in Steinbrunn hob das ÖFB-Team am Mittwoch Richtung Helsinki ab - mit keinen guten Erinnerungen im Gepäck. Beim bisher einzigen Auftritt in Finnland hatte es am 25. September 2013 in der WM-Qualifikation in Turku eine 1:2-Niederlage gesetzt - mit Carina Wenninger, Virginia Kirchberger, Verena Aschauer, Laura Feiersinger, Schnaderbeck, Nadine Prohaska, Sarah Puntigam, Sarah Zadrazil und Nina Burger in der Startformation. Jetzt bekommen sie die Chance, es besser zu machen.

Burger, die seit 19. November 2011 in jedem Länderspiel dabei war, soll an vorderster Front für die Tore sorgen. Dafür muss die ÖFB-Rekord-Torschützin, die am Dienstag ihren Vertrag beim SC Sand um ein Jahr verlängerte, eine Durststrecke von sieben Partien ohne Treffer beenden. Mit ihrem 103. Einsatz wird die 30-Jährige mit Herren-Rekordspieler Andreas Herzog gleichziehen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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