Deutschland-Aus tut ÖFB-Damen "nicht weh"

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Dass es nicht zum prestigeträchtigen Halbfinal-Schlager gegen Titelverteidiger Deutschland gekommen ist, macht Österreichs Damen bei der Europameisterschaft in den Niederlanden nicht wirklich etwas aus.

"Es tut nicht weh. Gegen Deutschland zu spielen ist schon eine Riesennummer, von dem her ist es ganz okay", stört es Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil nicht wirklich, dass das ÖFB-Team mit Dänemark nun auf den - zumindest dem Papier nach - leichteren Gegner trifft.


Le Schladi blieb beim Elferschießen nicht so locker:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Ob sich die Aufgabe für ihr Team durch die "große Überraschung" erleichtert habe, sei schwer zu sagen. "Natürlich ist Dänemark niedriger gerankt als Deutschland, aber sie haben gegen Deutschland gut gespielt", sagte die Potsdam-Legionärin.

Deutsche müssen sich auf Scherze gefasst machen

Sie spielt wie 13 andere Nationalteam-Kolleginnen in der deutschen Bundesliga. Die ÖFB-Startelf wurde bei allen bisherigen EM-Spielen nur mit in Deutschland tätigen Kickerinnen gebildet. Ein Duell einer Auswahl der deutschen Liga mit dem deutschen Nationalteam wäre daher hoch interessant gewesen.

Auch ohne dem können Zadrazil und Co. nun nach der EM bei der Rückkehr nach Deutschland bei ihren Clubs die große Lippe führen. "Da wird es ganz sicher Scherze geben", freute sich Abwehrspielerin Carina Wenninger schon darauf.

Sie wird nun später als ihre Bayern-Kolleginnen in die Sommervorbereitung einsteigen. "Dass ich später zurückkomme als die Deutschen war noch nie der Fall, das ist die nächste Premiere", schilderte die 26-Jährige.

"Dänemark ist mir einen Tick lieber"

Spezielle Freude habe sie wegen dem Aus der DFB-Auswahl nicht empfunden. Aus sportlicher Sicht kann sie gut damit leben. "Dänemark ist mir um einen Tick lieber als Deutschland, aber auch in guter Verfassung", meinte die Innenverteidigerin, die damit rechnete, dass ihre deutschen Kolleginnen nun Österreich die Daumen drücken.

Der entthronte Titelverteidiger habe für sie bei dem Turnier nicht überzeugen können. "Ich finde, dass sie eine hohe Qualität haben. Die haben sie aber nicht zeigen können und sie haben für ihre Verhältnisse ungewohnt viele Fehler gemacht. Deswegen ist Dänemark nicht unverdient weiter", analysierte Wenninger.

Thalhammer trauert Deutschland etwas nach

Gegen Deutschland hatte Österreich vergangenen Oktober in Regensburg nach ansprechender Leistung in einem Test mit 2:4 verloren. "Natürlich wäre es großartig gewesen bei der EM gegen Deutschland zu spielen, aber es ist anders gekommen", verlautete ÖFB-Coach Dominik Thalhammer.

Für ihn hat das auch eine sehr positive Seite. "Endlich ist der Mythos durchbrochen, dass Außenseiter nichts erreichen, nur Favoriten gewinnen können. Das ist für den Frauenfußball ein sehr gutes Signal", betonte der 46-Jährige.

Eine Revanche mit Deutschland ist vorerst aufgeschoben. Vielleicht gibt es die ja bei der WM 2019 in Frankreich. Dorthin müssen beide Teams aber erst einmal kommen, die Qualifikation dafür startet im Herbst. ÖFB-Gegner in der Gruppe 7 sind Spanien, Finnland, Serbien und Israel.

Textquelle: © LAOLA1/APA

Djokovic fällt im ATP-Ranking zurück, Zverev hinter Thiem

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare