ÖFB-Präsident Windtner vor WM-Quali zuversichtlich

ÖFB-Präsident Windtner vor WM-Quali zuversichtlich Foto: © GEPA
 

ÖFB-Präsident Leo Windtner blickt der am Donnerstag in Schottland beginnenden WM-Qualifikation zuversichtlich entgegen.

Der Oberösterreicher traut dem heimischen Nationalteam die erste WM-Teilnahme seit 1998 zu, entweder auf direktem Weg mit Platz eins in Gruppe F oder über den Umweg über das Playoff, für das man als Zweiter qualifiziert wäre.

Für zusätzlichen Optimismus sorgt die nun doch eingetrudelte Glasgow-Reiseerlaubnis für die 19 Deutschland-Legionäre plus Frankreich-Gastarbeiter Adrian Grbic. "Wir sind alle erleichtert", sagt Windtner der APA.

Der 70-Jährige bedankt sich nach den stressigen vergangenen Tagen bei der gesamten ÖFB-Administration und namentlich bei Teamchef Franco Foda, Sportdirektor Peter Schöttel, Geschäftsführer Bernhard Neuhold und Generalsekretär Thomas Hollerer. "Es wurde effizientes Krisenmanagement betrieben, wir freuen uns alle, dass wir das geschafft haben."

Kader-Chaos hat positive Aspekte

Für Windtner haben die Turbulenzen der vergangenen Tage auch positive Aspekte. "Es war durchaus wichtig, dass die Fußballöffentlichkeit aus dieser Situation heraus das gesamte Spektrum unserer Teamkandidaten gesehen hat und dabei festzustellen war, dass wir durchaus qualitativ breit und gut aufgestellt sind."

14 Spieler wurden am Sonntag aus dem provisorischen 43-Mann-Aufgebot auf die Abrufliste versetzt. "Aber jeder von ihnen hat noch bis Juni die Chance, sich ins Blickfeld zu spielen", betont Windtner.

Vorerst ist der aktuelle Kader gefordert, einen gelungenen Start in die WM-Quali hinzulegen. "Wir haben uns klar das Ziel gesetzt, die Qualifikation zu schaffen", sagt Windtner. Der Verbandschef hofft auf Gruppenplatz eins, was einen Fixplatz für Katar 2022 bedeuten würde. Bei Rang zwei stünde man im Playoff.

Nations-League-Gruppensieg als Rettungsschirm

Durch den Gruppensieg in der Nations League wäre das ÖFB-Team auch unabhängig vom Quali-Abschneiden im WM-Playoff, wenn vier Teams aus dem Quintett Frankreich, Belgien, Italien, Spanien und Wales ihre Gruppe auf Rang eins oder zwei beenden.

Auf dieses - durchaus realistische - Szenario will sich Windtner jedoch nicht verlassen und setzt auf die seiner Meinung nach große Klasse der ÖFB-Mannschaft. "Das Team ist ähnlich stark wie in der erfolgreichen Quali für die EM 2016, nur ist es heute in der Qualität wesentlich breiter als damals aufgestellt", meint Windtner.

Trotzdem sei Dänemark höher einzuschätzen. "Es wäre unangebracht und komplett überzogen, wenn man die Dänen nicht zu den Top-Teams Europas zählen würde, denn sie haben eine wahnsinnig starke Truppe und sind in der Gruppe der klare Favorit. Ungeachtet dessen werden wir alles tun, um vielleicht doch noch vor ihnen zu landen", verspicht der ÖFB-Boss. Auftaktgegner Schottland sei hinter Dänemark der härteste Kontrahent, so Windtner.

Sollte es im Glasgower Hampden Park für Österreich nicht nach Wunsch laufen, wäre laut Windtner noch nichts verloren. "In der Quali für 2016 haben wir mit einem Heim-1:1 gegen Schweden begonnen und dann neunmal hintereinander gewonnen. Und in der letzten Quali haben wir die ersten beiden Spiele verloren und sind trotzdem bei der EM dabei", betont Windtner und resümiert: "Es wäre schön, gut aus den Startlöchern zu kommen, aber man hat gesehen, dass wir auch bei einem schlechten Start reüssieren können."

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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