Hjulmand spekulierte mit Vorteil in 2. Halbzeit

 

Man kann als Trainer nach Siegen mal mehr, mal weniger subtil deutlich machen, dass man glaubt, sein Gegenüber ausgetrickst zu haben.

Dänemarks Teamchef Kasper Hjulmand machte nach dem 4:0-Kantersieg in Österreich jedenfalls kein Geheimnis daraus, dass er bereits im Vorfeld einkalkuliert hatte, dass man in Halbzeit zwei einen körperlichen Vorteil haben könnte.

Der Hintergrund ist, dass der Dänen-Coach sich im zweiten Match dieses Lehrgangs zu einer kompletten Rotation entschied und gegen Moldawien zehn neue Feldspieler nominierte. Dieser personelle Schachzug ging voll auf. Die B-Elf feierte ein 8:0-Schützenfest, während sich die Stammkräfte für den Showdown in Wien ausruhten.

ÖFB-Teamchef Franco Foda brachte im Vergleich zum Färöer-Spiel am Sonntag nur zwei frische Kräfte (Xaver Schlager und Stefan Ilsanker).

Entsprechend beantwortet Hjulmand die Frage, ob er erwartet hätte, dass Österreich mehr Druck auf sein Team ausübt beziehungsweise aggressiver agieren würde, wiefolgt:

"Ich habe eigentlich ein bisschen mehr Druck erwartet. Aber ich weiß auch, dass drei Spiele in sieben Tagen hart sind für die Spieler. Sie haben nicht viel rotiert, weswegen ich gedacht habe, dass die zweite Halbzeit unser Vorteil sein wird. Unsere Analysen waren daher sehr, sehr gut. Wir hatten Energie und einen Vorteil in der zweiten Halbzeit."

Die Dänen erzielten alle vier Treffer nach dem Seitenwechsel.

Foda: "Hat nichts mit Frische zu tun"

Foda kann mit dieser Einschätzung des Teamchef-Kollegen eher weniger anfangen ("Das ist hypothetisch") und verweist darauf, dass er seinerseits für das Färöer-Spiel im Vergleich zum WM-Quali-Auftakt in Schottland vier neue Kräfte in die Anfangsformation gestellt habe.

Eine Total-Rotation wie bei den Dänen gab es allerdings nicht.

"Dänemark hat es so gemacht, vielleicht war es ein kleiner Vorteil, aber es war nicht der Grund, warum wir in der zweiten Halbzeit 0:4 verloren haben", erklärt Foda.

Seiner Meinung nach habe man schlichtweg zu einfache Gegentore bekommen. Auch wenn es nach dem Spiel vielleicht den Anschein habe: "Ich glaube, das hat nichts mit der Frische zu tun."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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