Dragovic: "Schlimmer kann's ja nicht werden"

Dragovic: Foto: © GEPA
 

Mit 87 Länderspielen hat Aleksandar Dragovic mit Marko Arnautovic gleichgezogen und belegt nun in der ewigen Einsatzstatistik des ÖFB den vierten Platz.

Vor dem Innenverteidiger befinden sich nur noch Andreas Herzog (103), Toni Polster (95) und Gerhard Hanappi (93.).

Angesichts der zuletzt überschaubaren Spielpraxis bei seinem Arbeitgeber Bayer Leverkusen (nur 74 Liga-Minuten seit Mitte Jänner) waren die 90 Minuten in Schottland für den 30-Jährigen ein Segen in Sachen Einsatzzeit.

Könnten die Entlassung von Trainer Peter Bosz und die Bestellung von Hannes Wolf als Nachfolger die Trendwende für den ÖFB-Legionär einläuten?

"Schlimmer kann's ja nicht werden", übt sich Dragovic breit grinsend in Galgenhumor.

Hoffnung, dass der Trainer die Leistungen sieht

Dass er aktuell die ersten eineinhalb Wochen unter dem Neo-Coach verpasst, bedauert Dragovic. Das Alternativprogramm ÖFB-Nationalteam ist jedoch vermutlich nicht das schlechteste, wenn es um das eigene Ego geht.

"Ich fokussiere mich auf die nächsten zwei Spiele mit dem Nationalteam, die enorm wichtig sind. Jetzt ist das Wichtigste, dass wir gegen die Färöer drei Punkte holen, nur das hat Priorität. Leverkusen ist im Hinterkopf, aber natürlich hoffe ich, dass ich dann ein paar Spiele bekomme", betont der Wiener.

"Ich kann nur im Training mein Bestes geben oder wie hier im Nationalteam meine Leistungen bringen. Ob es der Trainer sieht? Das liegt nicht in meiner Macht", erklärt der Abwehrspieler.

Bosz hatte es zuletzt nicht mehr gesehen und Dragovic zum Reservespieler degradiert, nachdem er im Saisonverlauf zuvor halbwegs regelmäßig zum Zug gekommen ist.

Dragovic: "Ein paar Spiele wären nicht schlecht"

"Ich hoffe natürlich, dass ich im Hinblick auf die EURO mehr Spielpraxis haben werde", betont Dragovic, der jedoch darauf verweist, dass er in den vergangenen Jahren einen guten Umgang im ÖFB-Team mit solchen Vereins-Situationen gefunden hat:

"Ich habe auch in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass ich mit relativ wenig Einsätzen ins Team gekommen bin und dann immer am Punkt da war. Daher ist es nichts Neues, aber ganz klar, ein paar Spiele wären nicht schlecht."

Sollte indessen die Spielpraxis im Nationalteam weiter so regelmäßig sein, ist die Chance, dass Dragovic den Wettlauf zum Rekordnationalspieler gewinnt, allemal gegeben - vor allem, so lange China-Legionär Arnautovic nicht in zuvor gewohnter Regelmäßigkeit nach Österreich reisen kann.

Ein Thema, das der Routinier nicht überbewertet wissen möchte: "Ich denke überhaupt nicht daran, wie viele Spiele ich habe oder auf wie viele Länderspiele ich kommen kann - hin und wieder liest man, ob man auf die 100 kommt oder Andi Herzog überholen könnte. Aber das ist überhaupt nicht wichtig für mich. Für mich ist wichtig, dass wir Erfolg haben. Das genießt Priorität."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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