Bei Laune halten
Im Happel-Oval versuchte Stadionsprecher Andy Marek das Publikum bei Laune zu halten und animierte sie mangels Flutlicht unter anderem zu einem Lichtermeer mit ihren Handys - untermalt von den passenden Klängen aus den Lautsprechern.
Dies ergab durchaus beeindruckende Bilder, die Marko Arnautovic "an ein Konzert" erinnerten.
Auch die dänischen und österreichischen Spieler mussten irgendwie bei Laune gehalten werden, vor allem ihre Körper.
"In der Zwischenzeit konnte man die Spannung ohnehin nicht aufrechterhalten, weil es draußen dunkel war und keiner seriös beantworten konnte, ob überhaupt gespielt wird", erläutert Teamchef Ralf Rangnick.
Kein Zeitgefühl
Konrad Laimer empfand die Situation als unangenehm, "weil du einfach kein Zeitgefühl hast. Du sitzt da, bist bereit rauszugehen und auf einmal heißt es, der Strom ist ausgefallen. Dann hoffst du natürlich, dass es nur zehn bis 15 Minuten sind."
So lange, wie es letztlich gedauert hat, "fährst du wieder komplett runter und musst wieder raus zum aufwärmen. Es war nicht optimal, aber wir haben trotzdem die Energie auf den Platz gebracht. Man hat gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollten, auch wenn wir uns nicht belohnt haben."
Rangnick hielt, bevor es dann tatsächlich los ging, noch einmal eine Ansprache an die Mannschaft.
"Am Ende ging es auch um Strom und Energie. Wir haben gezeigt, dass das Energie-Level wieder hoch war bei uns. Was wir investiert haben, wie wir am Ende einer langen Saison marschiert sind, war wirklich überragend", so der Deutsche.
Nicht als Ausrede hernehmen
Auch wenn es keine einfache Situation war, letztlich musste man es so oder so nehmen, wie es kommt, verdeutlicht Xaver Schlager.
Denn: "Im Endeffekt ist es ja für beide Teams gleich. Also kann man es nicht als Ausrede hernehmen. Das sind Sachen, die man nicht beeinflussen kann. Die muss man so hinnehmen und darf sich nicht verrückt machen lassen, weil man eh nix tun kann."