Bewegung nicht nur in der Stadionfrage

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Der ÖFB setzt in Sachen neues Nationalstadion große Hoffnungen auf Sportminister Hans Peter Doskozil. 2017 soll eine Entscheidung zugunsten eines neuen Stadions in Wien fallen.

Ein Neubau würde bis zu 300 Millionen Euro kosten. Um zumindest einen Teil der Summe abzudecken, soll ein Namenssponsor gefunden werden.

Doch auch sonst tut sich einiges. In Sachen Ligareform liegt das Hauptaugenmerk auf der zweiten Liga. Zudem ist ÖFB-Boss Leo Windtner mit einigen Forderungen an die UEFA herangetreten.

LAOLA1 bietet einen Überblick über die aktuellen Themen:

Das neue Nationalstadion:

Windtner klärt im Video über den Status quo auf und äußert sich auch zum Standort:


Die Ligareform:

Ab Sommer 2018 wird bekanntlich in der höchsten Spielklasse mit zwölf Teams, in der zweithöchsten mit 16 Teams gespielt. "Oben kann das sicher gut klappen. Das Playoff ist eine Neuerung, die hochinteressant werden kann", meint Windtner. Und wie sieht es mit der zweiten Liga aus? "Die zweite Ebene wird eine gewisse Beobachtungsphase und volle wirtschaftliche Unterstützung von der höchsten Spielklasse und von uns, dem ÖFB, brauchen. Die Schlüsselstelle ist die Schnittstelle zwischen Profi- und Amateursport, also die zweite Leistungsebene. Darauf müssen wir volles Augenmerk legen und Erfahrungswerte gewinnen, um vielleicht dort und da nachzujustieren", so der ÖFB-Boss, der sich 2017 der Wiederwahl stellen wird.

Die heimische Nachwuchsförderung:

Sportdirektor Willi Ruttensteiner spricht im Zusammenhang mit der Ligareform von einem "guten Produkt". Vor allem für junge, österreichische Spieler seien die Änderungen gut: "Für Akademie-Spieler ist das positiv, weil in der ersten Liga mehr Vereine sind und mehr Spieler gebraucht werden. Die Chance ist also groß, ganz oben Fuß zu fassen. Außerdem freut es mich besonders, dass Amateur-Mannschaften berechtigt sind, in die zweite Liga aufzusteigen. Das bedeutet, dass Akademiespieler bereits sehr jung im semiprofessionellen Bereich spielen können."

Die Akademien:

Wie sieht die Zukunft der Akademien aus? Aktuell sind es zwölf. Ruttensteiner erklärt: "Wir haben im ÖFB-Präsidium entschieden, dass ein Bundesligist das Recht hat, sich für eine Akademie zu bewerben. Wir akzeptieren auch, wenn ein Bundesligist mit einem Landesverband oder einem anderen Klub kooperiert. Oder Drittens, dass er einfach einen Betrag in die Talenteförderung des ÖFB einbezahlt."

Moritz Bauer:

Der 25-jährige Linksverteidiger ist gebürtiger Schweizer und spielt bei Rubin Kasan. Er darf auch für das ÖFB-Team spielen. Im Video verrät Ruttensteiner den Stand der Dinge:


Windtners Forderung an die UEFA:

Der ÖFB war in der jüngeren Vergangenheit sehr erfolgreich, was die Qualifikationen für diverse Nachwuchs-Endrunden betrifft. Dennoch ist man alles andere als glücklich mit der UEFA, wie die Endrunden ausgetragen werden. Ruttensteiner: "Mich ärgert das besonders. Es ist nicht nachvollziehbar, dass bei der U17-EM 16 Mannschaften teilnehmen, bei der U19-EM sind es acht, bei der U21-EM dann zwölf. Bei den Mädchen sind es jeweils nur acht Nationen. Das ist sehr ärgerlich und den Nationen gegenüber nicht ganz fair, dass hier nur so wenige teilnehmen dürfen. Präsident Windtner hat das bei der UEFA eingebracht und ich hoffe, dass man das anpasst."

Die WM-Reform:

Die Aufstockung der WM auf 48 Teams ab der Endrunde 2026 ist fix. Das sagt Windtner dazu: "Die Aufstockung war eigentlich ein Wahlprogramm von Gianni Infantino für die FIFA-Präsidentschaft, also klar determiniert. Ich habe bei diversen Meetings klar deponiert, dass sich Europa nicht abspeisen lassen darf, wenn so viele neue Plätze kommen, muss Europa mindestens 16 Plätze bekommen. Wenn wirklich 16 Dreier-Gruppen kommen, muss Europa so auf die Gruppen aufgeteilt werden, dass nicht in der Vorrunde bereits Top-Nationen ausscheiden können."

Textquelle: © LAOLA1.at

Windtner und Ruttensteiner loben Stefan Reiter

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare