NEWS

ÖFB-Präsident Windtner: "Sind gut aufgestellt"

ÖFB-Präsident Windtner: "Sind gut aufgestellt" Foto: © GEPA

Leo Windtner ist auch einen Tag vor seinem 70. Geburtstag ein vielbeschäftigter Mann.

Am Wochenende gibt es die erste Runde des ÖFB-Cups inmitten der Corona-Pandemie zu koordinieren, bereits am Montag danach startet der Lehrgang des ÖFB-Teams samt Nations-League-Auftakt.

Den Sonntag nimmt sich Windtner dennoch für eine Geburtstagsfeier im kleinen Kreis frei, mit einer Gruppe von Freunden feiert er nach einer Bergtour in den Sextner Dolomiten in Südtirol.

Der "APA" verrät der noch 69-Jährige, warum er den ÖFB als gut aufgestellt betrachtet, wie er über eine dritte Amtszeit als ÖFB-Präsident denkt und wie der heimische Fußball trotz globaler Pandemie weiterlaufen soll.

Hoffen auf Normalität im kommenden Jahr

"Der größte Wunsch ist, dass wir diese schwierige Phase so durchstehen, dass der Ball sowohl im Profi- als auch im Amateurfußball weiter rollt", erklärte Windtner am Vortag seines Jubiläums im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Der Sport habe eine wichtige Vorbildfunktion. "Diesen Beitrag wollen wir leisten. Und wir hoffen, dass wir dann im nächsten Jahr wieder die gewohnten Umstände zurückrufen können."

Die vergangenen Tage hätten bewiesen, dass die Rückkehr zur gewünschten Normalität "kein Selbstläufer ist". Im ÖFB-Cup etwa mussten sieben Erstrunden-Spiele nach positiven Corona-Tests verschoben werden. Mit der aktuellen Situation des Verbandes zeigte sich Windtner indes zufrieden - auch in der herausfordernden Corona-Zeit. "Wir haben gezeigt, dass wir im ÖFB gut aufgestellt sind, was das Management und auch die Flexibilität betrifft."

"Nicht-Qualifizieren soll Ausnahme sein"

Seit 2009 steht Windtner dem größten heimischen Sportverband vor. Der frühere Vorstandschef und Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich verwies sportlich auf eine "gute Erfolgsspur" mit zwei geschafften EM-Qualifikationen des Nationalteams, einem Halbfinale bei der Frauen-EM 2017 oder der erstmaligen Teilnahme an einer U21-EM. Windtner betonte einmal mehr: "Wir wollen dem Ziel näher kommen, dass wir uns regelmäßig für Großereignisse wie EM und WM qualifizieren. Das Nicht-Qualifizieren soll die Ausnahme sein."

Von weiteren EM- und WM-Teilnahmen erhofft sich Windtner Impulse für die Fußball-Nation. Ob er sie selbst noch als ÖFB-Präsident erlebt, ist aktuell offen. Seine dritte Amtszeit endet im nächsten Jahr. Die Neuwahl des Präsidiums war ursprünglich für Juni 2021 geplant, dürfte wegen der um ein Jahr verschobenen EM aber noch nach vorne oder hinten verlegt werden.

Windtner würde auch in der Pension nicht fad werden

Wovon er eine neuerliche Kandidatur abhängig machen will? Windtner: "Die primäre Frage, die ich mir stellen muss, ist: Bin ich bereit, weiterhin die Fülle der Aufgaben und den Druck auf mich zu nehmen? Das wird die Grundsatzentscheidung sein. Dann wird man sehen, wie sich die Gesamtsituation im ÖFB bis dahin entwickelt." Auch der Zusammenhalt im ÖFB müsse gesichert, der Rückhalt gegeben sein.

Windtner ist verheiratet, hat drei Töchter und eine Enkeltochter. Dazu verfügt er über 120 Obstbäume, produziert in St. Florian Most und Schnaps. "Ich hätte auch so ein wochenfüllendes Programm", erklärte der Ex-Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Die Rolle als ÖFB-Präsident sei aber, speziell seit seinem Ausstieg bei der Energie AG im Jahr 2017, zum "Full-Time-Job" geworden.

Kommentare