ÖFB: "Konflikte" mit Ruttensteiner

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Nach dem beschlossenen Ende der Teamchef-Ära von Marcel Koller steht auch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner zur Diskussion. Dem Oberösterreicher weht ÖFB-intern offenbar rauer Wind vonseiten der Landeschefs entgegen.

"Wenn nach einer sportlich enttäuschenden Phase eine Zäsur erfolgt, ist es normal, dass auch die Rolle des Sportdirektors analysiert und evaluiert wird. Doch das ist mit der notwendigen Fairness und dem notwendigen Respekt zu machen", bestätigt ÖFB-Präsident Leo Windtner gegenüber der APA die von Präsidiumskollegen vorgebrachte Kritik an Ruttensteiner.

Demnach dürfte es Differenzen zwischen einigen Landeschefs und Ruttensteiner geben. "Ihm wird fachlich und inhaltlich eine gute Arbeit bescheinigt, aber auf der Ebene der Kommunikation haben sich in den letzten Jahren immer wieder Konflikte entzündet", erklärt Windtner.

"Es bringt nichts, sich vor Ruttensteiner zu stellen"

Doch auch im sportlichen Bereich arbeitete Ruttensteiner zuletzt für viele nicht immer zufriedenstellend - auch nicht für Windtner. So bemängelt der Verbandschef etwa, dass die Aufarbeitung der verpatzten EURO 2016 nicht sehr profund erfolgt sei. "Diese Analyse hätte durchaus selbstkritischer ausfallen können", meint Windtner.

Wie sehr der 67-Jährige bei der kommenden Präsidiumssitzung um einen Verbleib seines engeren Landsmanns kämpfen wird, ist offen. "Es bringt überhaupt nichts, wenn ich mich jetzt nur vor Ruttensteiner stelle. Es geht darum, Dinge fair zu bewerten, ordentlich abzuhandeln und dann zu sagen, es passt oder es passt nicht", betont Windtner.

In diesem Zusammenhang gab der ÖFB-Boss auch zu bedenken: "Es geht immer auch darum, welche Alternativen sich anbieten und ob sie die besseren Lösungen sind."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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