Prohaska: "Koller-Weckruf kommt zu spät"

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Österreichs Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska zeigt sich von der unerwartet deutlichen Kritik Marcel Kollers an den ÖFB-Teamspielern irritiert.

"Wenn es als ein Weckruf für alle gedacht war, dann kommt er ein bisschen zu spät, man hätte die Truppe schon viel früher wachrütteln müssen", schreibt der ORF-Analytiker in der "Krone".

Am meisten stören Prohaska jedoch andere Aussagen des Schweizers.

Prohaska: Aussagen über Ulmer ungerecht

Und zwar jene über Andreas Ulmer, dessen Absage aufgrund seiner Hochzeit Koller nicht nachvollziehen kann. Prohaska: "Der war beim Team nie ein Thema, sogar ein Spieler, der beim Klub sein Vertreter ist, war geholt worden. Letztes Jahr hat er auf die EURO gehofft, nicht geheiratet, war aber nicht dabei - jetzt heiratet er, was sein gutes Recht ist."

Viel mehr hätte sich Prohaska eine kritischere Auseinandersetzung mit den Rücktritten von Christian Fuchs und Ramazan Özcan erwartet: "Alle waren in einem Alter, wo man beim Team nicht aufhört, für alle hätte die WM 2018 noch ein Ziel sein können, müssen. Aber diese Rücktritte wurden immer akzeptiert, nie kommentiert - darum finde ich es nicht richtig, jetzt Ulmer öffentlich an den Pranger zu stellen."

Doch auch die Spieler nimmt der 84-fache Nationalteamspieler vor dem extrem wichtigen Spiel in Irland (11. Juni, 18 Uhr) in die Pflicht: "Wäre jetzt einer deswegen sauer, wäre das eine schlechte Einstellung. Kritik hin oder her: In Dublin geht es um alles!"



Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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