Guido Burgstaller: Endlich!

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Endlich!

Dies war beim 3:2-Sieg Österreichs gegen Serbien in Zusammenhang mit dem Treffer von Guido Burgstaller wohl der am öftesten geäußerte Begriff. Endlich hat der ÖFB-Stürmer sein erstes Länderspiel-Tor erzielt.

Welches Wort dem Schalke-Legionär dazu wohl als erstes über die Lippen kam? Logisch: "Endlich! Es ist Zeit geworden."

Der Stein, der ihm in Minute 25 nach seinem 1:1-Ausgleich vom Herzen gefallen ist, sei "ein sehr großer" gewesen.

Denn natürlich würde man sich als Stürmer Gedanken machen, wenn in der Statistik noch die Null steht: "Man setzt sich schon ein bisschen unter Druck. Man möchte im Nationalteam ja genauso seine Tore erzielen wie im Verein. Klar grübelt man dann ein bisschen, aber gut schlafen konnte ich schon noch."


Burgstaller relativiert magere ÖFB-Ausbeute

Versuchte sich Teamchef Marcel Koller zuletzt in der Aufzählung international anerkannter Goalgetter aus Östereich, war er relativ schnell fertig. Der erste Name, den er nannte, war stets jener von Burgstaller.

Dies war bis dato jedoch ausschließlich der Ausbeute des Kärntners auf Vereinsebene geschuldet. Zuerst traf er beim deutschen Zweitligisten Nürnberg wie am Fließband. Nach seinem Wechsel im vergangenen Winter schlug er beim FC Schalke 04 voll ein.

Im Nationalteam musste er bis zu seinem zwölften Länderspiel auf ein Erfolgserlebnis warten, wobei Burgstaller seine zuvor magere Ausbeute ein wenig relativiert:

"Ich habe jetzt erst mein drittes Spiel als Stürmer im Nationalteam gespielt. Früher bin ich meistens links eingewechselt worden oder habe auf dem rechten Flügel gespielt. Aber ich fühle mich als Stürmer wohl. Mir hat es auch mit Marko Arnautovic mit zwei Spitzen vorne getaugt."

Beim Tor lange Zeit gelassen

Ein Assist für Arnautovic zum zweiten ÖFB-Tor ließ seine Scorer-Statistik an diesem Abend besonders freundlich aussehen: "Das war nicht so einfach, es gehört immer ein bisschen Glück dazu, dass der Ball am Verteidiger vorbeigerutscht ist. Aber ich habe Marko gesehen, und der hat ihn staubtrocken reingehaut."

Ebenso staubtrocken wie Burgstaller selbst bei seinem Treffer: "Kevin Danso hat einen super Ball hinter die Abwehr rein gespielt. Ich habe darauf gelauert, dass er durchkommt, und habe mir eigentlich lange Zeit gelassen, weil ich Marko noch auf der Seite gesehen habe, mich dann aber zum Schießen entschlossen und Gott sei Dank war es die richtige Entscheidung."

Laut Meinung des 28-Jährigen sei Österreich der verdiente Sieger dieser Partie. Der Theorie, dass man nun ohne Druck befreit aufgespielt habe, kann er indessen gar nichts abgewinnen:

"Das halte ich für einen kompletten Blödsinn. Druck hin oder her - ich war in Wales verletzungsbedingt nicht dabei, aber soweit ich vor dem Fernseher gesehen habe, war das auch eine gute Partie, nur hat uns leider ein Tor gefehlt. Diesmal haben wir die Tore erzielt, das letzte Mal nicht, aber das hat wenig mit Druck zu tun."

Auch auf Schalke wieder knipsen

Burgstaller wird nach dem Moldawien-Spiel erstmals mit einem Länderspiel-Tor im Gepäck zurück zum Verein reisen. Auf Schalke hält er bislang bei einem Saison-Tor, bald sollen weitere folgen:

"Ich war am Anfang verletzt, habe das erste Spiel versäumt, bin mit viel Trainingsrückstand ein paar Mal eingewechselt worden und habe dann zwei gute Spiele abgeliefert. Jetzt muss ich weiter Gas geben, dann hoffe ich, dass ich wieder ein bisschen knipsen kann."


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