So verabschiedete das ÖFB-Team Franco Foda

So verabschiedete das ÖFB-Team Franco Foda Foto: © GEPA
 

Das 2:2 gegen Schottland zum Ende einer Ära war alles andere als ein Ruhmesblatt, für Franco Foda war es jedoch ein versöhnlicher Abschluss.

Nach 48 Länderspielen ist Schluss, ab dem Juni-Lehrgang wird ein neuer, noch nicht definierter Teamchef das Kommando im ÖFB-Team übernehmen.

Nach viereinhalb Jahren fiel der Abschied dementsprechend emotional aus. Foda war den meisten Leuten an diesem Abend positiv gesinnt, dankte vielen Weggefährten und blickte auf die nicht gänzlich unerfolgreiche Zeit zurück. Nur gegen die Kritik übenden TV-Experten Florian Klein und Roman Mählich teilte der scheidende Teamchef noch einmal so richtig aus (Hier geht's zur Abrechnung >>>).

"Hat gezeigt, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander hatten"

Das Team selbst vermittelte jedoch zumindest nach außen hin den Eindruck, dass eine harmonische Zeit zu Ende geht. "Mir geht es gut, ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, auch wenn wir uns nicht für die WM qualifizieren konnten. Trotz allem haben wir über vier Jahre zusammengearbeitet und einiges erreicht", war Foda glücklich.

"Das hat man von der Mannschaft aus auch gespürt, was sie vor dem Spiel gesagt haben, auch die Ansprache nach dem Spiel. Das hat mir gezeigt, dass wir einiges gemeinsam erreicht haben und ein gutes Verhältnis zueinander hatten, auch wenn das von einem oder anderen Medium anders hineininterpretiert wurde", kann sich der Mainzer aber auch in dieser Hinsicht einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

"Das hat sich Foda auch verdient"

Vor dem Spiel richtete der gegen Schottland als Kapitän aufgelaufene Aleksandar Dragovic lobende Worte an den Teamchef und ließ auch schon im Vorfeld der Partie selbstlos sein Jubiläum zum 100. Länderspiel für Österreich in den Hintergrund rücken.

"Sie haben sich bedankt für die viereinhalb Jahre, was wir gemeinsam geleistet haben, auch im Umgang miteinander. Ich möchte nicht alles preisgeben. Bei uns war das Credo immer, das Interna auch Interna bleiben", freute sich der Teamchef über die Verabschiedung in der Kabine.

Mehr Einblick verschafft in dieser Hinsicht Christoph Baumgartner, der zumindest stimmungstechnisch mehr Einzelheiten vermittelt. "Drago hat noch einmal ein paar gute Worte gefunden, es war ja auch für ihn ein spezielles Spiel. Das war sehr passend. Drago hat sich einfach für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedankt und dann hat sich jeder noch einmal persönlich beim Teamchef verabschiedet. Der Trainer hat ein paar Worte gesagt, auch wie er es aus seiner Sicht erlebt hat", verriet der Hoffenheim-Legionär.

Zusammenfassend meinte der 22-Jährige noch: "Es war eine gute Stimmung am Ende noch einmal, das hat er sich auch verdient."

Foda übergibt intakte Mannschaft: "Haben Spaß nie verloren"

Baumgartner war einer der Aufsteiger unter Foda, schon länger dabei war Salzburg-Routinier Andreas Ulmer.

Auch dieser kann dem Trainer nur ein gutes Zeugnis ausstellen. "Es ist natürlich schade, aber wir haben wirklich gute Spiele auch unter ihm gehabt, wo wir richtig gute Leistungen gezeigt haben. Dass jetzt jedes Spiel einwandfrei läuft, ist halt auch nicht immer so. Wir sind die, die am Platz alles abrufen sollen, was wir wahrscheinlich auch nicht immer geschafft haben. Es ist jetzt seine Entscheidung. Ich persönlich wünsche ihm alles Gute weiterhin für seine nächsten Aufgaben."

Foda nimmt aus seiner Zeit beim ÖFB auch einiges mit - für sich persönlich. Er habe viel gelernt, von unterschiedlichen Spielern, Typen, Charakteren, aber auch seinem eigenen Betreuerteam, dem Medical Staff und allen Mitarbeiten, "aber alle waren menschlich top. Wir haben den Spaß nie verloren."

Auch wenn Foda seinem Nachfolger keine Ratschläge geben will und wird, ist ihm eine entsprechende Übergabe schon wichtig. Der nun kommende Teamchef dürfe sich bei dieser Konstellation im ÖFB-Team glücklich schätzen. "Der neue Trainer darf sich auf eine intakte Mannschaft und ein tolles Betreuerteam freuen."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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