Rapid vor Salzburg: "Cup-Aufstieg ist machbar"

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Der FC Red Bull Salzburg hat sich in der bisherigen Bundesliga-Saison als Übermacht präsentiert.

Noch ungeschlagen, Kantersiege am laufenden Band und Spieler, die auch international für Aufsehen und Diskussionsstoff sorgen.

Trotz allem wird sich der SK Rapid in der 2. Runde des ÖFB-Cups (Mittwoch, ab 20:45 Uhr im LIVE-Ticker) nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verstecken. Im Gegenteil, die Wiener rechnen sich durchaus Chancen aus, Salzburg in einem Spiel am falschen Fuß zu erwischen.

"Wir wissen genau, dass mit Salzburg ein Gegner kommt, der das beste Material in Österreich hat und über eine unlguabliche Qualität verfügt. Trotzdem freuen wir uns auf die Aufgabe, auch im 1. Spiel waren wir nicht chancenlos", gesteht Trainer Didi Kühbauer, der sich noch an das 0:2 in der ersten Bundesliga-Runde zurückerinnert.

"Wenn wir den Kampf annehmen und es uns zutrauen, wird es ein sehr interessantes Spiel. Aber jeder Spieler muss an seine Grenzen gehen - und darüber hinaus. Jeder Spieler wird brennen, um in die nächste Runde zu kommen. Es geht nur mit einer guten Leistung, aber es ist machbar."

Kühbauer: "Nichts dagegen, wenn es so weiterläuft"

Die vergangenen Wochen geben Auftrieb. Rapid konnte drei Siege in Folge gewinnen, kassierte in diesen Spielen nur einen Gegentreffer und diesen beim Derby-Triumph gegen die Austria. Die positive Entwicklung gefällt dem Chefbetreuer.

"Die letzten Wochen waren sehr zufriedenstellend. Ich hätte nichts dagegen, wenn es morgen so weiterläuft", gibt Kühbauer mit einem Augenzwinkern zu.

Kadertechnisch ist Srdjan Grahovac noch nicht so weit für ein Comeback, Mario Sonnleitner ist auf einem sehr guten Weg und auch Nicholas Wunsch konnte nach einer Auszeit wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Noch nichts Genaueres weiß der Trainer über den Fitnesszustand von Thomas Murg, der gegen WSG Tirol verletzt ausschied. "Murg hat eine Untersuchung gehabt, aber ich habe heute noch nicht mit ihm gesprochen. Er hat gestern nicht trainiert, aber wir haben generell wenig gemacht. Ich weiß nicht, ob es mit ihm funktioniert oder nicht. Aber es sind genügend Spieler da, die heiß auf das Spiel sind. Ich hoffe, es geht sich aus. Wenn nicht, wird wer anderer mit seiner Qualität am Platz stehen."

Balance und "Köpfchen" gegen Salzburg entscheidend

Gegen Salzburg sei es besonders wichtig, dass man körperlich und geistig bei hundert Prozent ist. Ansonsten wird man den schier übermächtigen Gegner nicht ärgern können. "Die Elf, die spielen und reinkommen, müssen zeigen, dass sie brennen - ohne oben auszulassen", spielt Kühbauer auf das nicht unwichtige "Köpfchen" an.

Einigeln will sich Rapid gegen die offensivstarken Bullen nicht, nur das Heil in der Offensive zu suchen, ist aber auch keine Option. Deshalb wird die richtige Mischung entscheidend sein, wie der Ex-Profi betont:

"Wichtig ist es, die richtige Balance zu finden. Es wäre falsch, wenn wir mit Mann und Maus stürmen und hinten alles offen ist. Wir müssen in der Defensive und Offensive die Balance haben, um erfolgreich spielen zu können." Nachsatz: "Wir wissen, was wir tun müssen."

"Hilft nichts, wenn man sich 90 Minuten komplett versteckt"

Auch Torhüter Richard Strebinger ist das bewusst: "Eh klar, es hilft nichts, wenn man sich 90 Minuten komplett versteckt und hofft, dass das Spiel vorbeigeht. Die Balance ist wichtig. Wir müssen es so machen, wie in den letzten Spielen, wo wir gemeinsam angegriffen und verteidigt haben. Wenn wir in Ballbesitz sind, brauchen wir eine gute Restfeldsicherung. Das ist heutzutage gegen alle Gegner wichtig, weil alle übers Umschalten kommen - Salzburg besonders. Wir werden gut darauf eingestellt sein und das umsetzen."

Beim 26-jährigen Familienvater ist die Freude groß, gegen WSG Tirol sein Comeback gegeben zu haben - noch dazu mit drei Punkten und ohne Gegentor. Doch schon vor dem Eingriff am Herzen gab es beim Liga-Auftakt gegen Salzburg den Zusammenstoß mit Takumi Minamino, der ihm eine Gehirnerschütterung bescherte.

Das hat er jedoch bereits völlig abgehakt und geht keinem Zweikampf aus dem Weg. Vor den starken RBS-Angreifern wie etwa dem Japaner oder Supertalent Erling Haaland zeigt Strebinger aber durchaus Respekt.

"In erster Linie ist es eine richtig lässige Herausfordeurng, man misst sich gerne mit sehr guten Spielern. Man weiß, dass jeder in der Offensive von Salzburg sehr hohe Qualität hat, das sind auch sehr schnelle Spieler, gegen die wir gut in der Restverteidigung stehen und absichern müssen, um das als Mannschaft aufzufangen."

"...sonst hätte ich keine elf Spieler mehr"

Der Gegner hat gegen den LASK ordentlich rotiert, um am Mittwoch eine Top-Elf gegen Rapid aufs Feld zu schicken. Rapid-Trainer Kühbauer hätte das auch gerne gemacht, doch ihm war dies nicht möglich. "Acht Spieler hätte ich nicht rotieren können, sonst hätte ich keine elf Spieler mehr", spielt er auf den kleinen Kader an.

Dafür trat man nach der mühsamen Busrückfahrt aus Tirol auf die Bremse und setzte in der Vorbereitung auf den Cup-Schlager auf das Motto "Weniger ist mehr". Damit soll gewährleistet sein, dass am Matchtag alle bei hundert Prozent sind.

"Wir haben schon versucht runterzukommen. Aber entscheidend ist, was wir von 20:45 Uhr weg die zwei Stunden machen. Wir wollen das bestmögliche Resultat erzielen, das wäre diesmal der Aufstieg", gibt Kühbauer die Richtung vor.

Textquelle: © LAOLA1.at

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