Salzburg nach Cup-Fight: Kompliment an Rapid

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Der FC Red Bull Salzburg ist im ÖFB-Cup weiterhin in der Spur.

Der 2:1-Sieg nach Verlängerung beim SK Rapid hat jedoch auch den Bullen alles abverlangt. Vor allem die Situation, als man mit zwei Mann mehr bei Elf gegen Neun nur knapp einer Blamage entging, musste erst einmal gemeistert werden.

Darüber, dass es nicht das beste Spiel der Mozartstädter war, waren sich alle einig. Die Freude über den erlösenden Siegtreffer in der 121. Minute war zwar groß, trotzdem analysierten die Salzburger selbstkritisch das Geschehen auf dem Platz.

"Wir haben uns das Leben schwerer gemacht, weil alles was wir gemacht haben, nicht so effektiv war. Sicher weißt du, dass du mit zwei Mann in Überzahl bist, aber die stehen trotzdem gut hinten. Respekt an Rapid, es war ein geiles Spiel, ein geiler Cup-Fight. Für uns ist das ein geiler Sieg. Ich glaube, das war schon auch Werbung für den österreichischen Fußball, auch wenn wir uns das Leben leichter hätten machen können bzw. müssen", meinte Routinier Zlatko Junuzovic im "ORF".

Stankovic: "Jeder erwartet, dass wir die Tore machen"

Trainer Jesse Marsch, dessen Zoff mit seinem Gegenüber Didi Kühbauer fast ausartete, wirkte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel abgekämpft. Nicht mit der Leistung, aber mit dem Ergebnis konnte er dann aber doch zufrieden sein.

"Das war ein guter Sieg und für uns sehr wichtig. Der Aufstieg war ganz verdient, aber in meinem Kopf ist vor allem die Verletzung von Bernede", trübte der Schienbeinbruch des Franzosen die Feierstimmung.

"Es war nicht so einfach, Rapid stand so tief und wir hatten nicht so viele kopfballstarke Spieler. Wir haben mit ein paar Taktiken umgestellt, aber in letzter Sekunde war das ein super Tor und wir haben dieses Spiel noch gewonnen."

Kompliment von Salzburg an Rapid

Torhüter Cican Stankovic musste dem Gegner für die starke Defensivleistung sogar ein Kompliment machen, vor allem bei Elf gegen Neun: "Ich glaube, dass ich es einmal in der 2. Liga beim SV Horn erleben durfte, da haben wir das Spiel noch gewonnen. Ich weiß, dass es schwer für den Gegner ist, weil jeder erwartet, dass wir die Tore machen. Sie haben sehr gut verteidigt, Kompliment an Rapid. Aber wir sind froh, dass wir es noch geschafft haben."

Das Fazit des Goalkeepers, der die Partie von hinten gut analysieren konnte? Zu ungenaue Zuspiele und Pässe, zu langsam gespielt, so dass der Gegner die Räume schließen konnte und kein Tiefgang im Spiel.

In dieser Hinsicht pflichtete ihm Junuzovic bei: "Wir haben zwar sehr viel Ballbesitz gehabt, sind aber nicht in die gefährliche Zone 30 Meter vor dem Tor gekommen, weil Rapid zwei Blöcke aufgestellt hat. Im Umschaltspiel waren sie sehr gefährlich, weil sie auch gewartet haben, dass wir in die Räume reinspielen, wo sie attackieren können. Wir haben es nicht so erzwungen, dass wir vorne einen freien Platz haben. Mit ein bis zwei Mann weniger haben sie sich hinten reingestellt. Wir haben nicht entschlossen agiert, deswegen haben wir uns so schwer getan."

Junuzovic: "So ist es umso schöner"

Der Mittelfeld-Regisseur wollte aber nicht nur Negatives berichten, sondern genoss dann doch den Moment des Triumphes: "Durch unsere Mentalität haben wir doch noch in der letzten Minute das Tor erzielt. So ist es umso schöner."

In der 65. Minute war auch das nötige Glück auf Salzburgs Seite, wie Stankovic bestätigt. Dem Stangenschuss von Dalibor Velimirovic folgte die Gelb-Rote Karte für Stefan Schwab. Und plötzlich veränderte sich das Kräfteverhältnis schlagartig.

"In der Phase haben wir ein bisschen Glück gehabt. Aber das Glück muss man sich hart erarbeiten. Das haben wir gemacht. Dann haben wir das Spiel in der Verlängerung zu unseren Gunsten gewinnen können." Und Stankovic weiter: "Am Ende haben wir den Lucky Punch geschafft. Wir freuen uns richtig, dieser Sieg gibt uns sehr viel Moral für die nächsten Aufgaben."

Textquelle: © LAOLA1.at

Wöber-Beschimpfungen: Rapid-Torhüter Strebinger verteidigt Fans

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare