Christoph Monschein kommt auf Touren

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Es hat lange Zeit gedauert, bis Christoph Monschein in dieser Saison auf Touren gekommen ist.

Das hat in erster Linie damit zu tun, dass der Stürmer schon vor dem Start ausgebremst wurde. Ein Muskelfaserriss zu Beginn der Vorbereitung bedeutete einen Rückschlag im zunächst harten Kampf um die Pole Position im Sturm der Wiener Austria.

Und als der 26-Jährige dann wieder zurückkam, stotterte der Motor, Ende September musste er zwischendurch krankheitsbedingt passen. Anschließend war ihm die Rolle als Joker beschienen.

Kein Wunder, dass der Angreifer umso motivierter ins Cup-Spiel gegen den FAC ging. Und dann mit seinem Tor in der zweiten Spielminute auch prompt einen Blitzstart hinlegte. Letztlich war Monschein mit zwei Toren und einem Assist beim 3:1-Sieg der Veilchen gegen den Zweitligisten der Matchwinner. Spielbericht >>>

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„Das tut sehr gut“, sagt er nach den ersten Treffern, die er in der laufenden Saison für die Profis erzielt hat. „Tore sind für jeden Stürmer das Schönste, so hilft man einer Mannschaft als Stürmer am besten.“

Ärger über das Nachlassen

Das frühe Tor sei „genau das, was wir uns vorgenommen hatten“ gewesen, erklärt der Stürmer. Doch so richtig ist der Knoten in der Offensive danach dennoch nicht geplatzt. „Besser ins Spiel kommen kann man nicht. Dann haben wir es aber versäumt, drauf zu bleiben, wir waren nicht mutig genug, haben den FAC immer mehr ins Spiel kommen lassen. Wir haben in allen Bereichen nachgelassen“, ärgert sich FAK-Coach Thomas Letsch.

Monschein pflichtet ihm bei: „Teilweise waren wir unkonzentriert, haben nicht kompakt verteidigt und Chancen zugelassen. Das müssen wir abstellen.“

Deswegen ärgerte sich auch der FAC nach dem Spiel. Die Floridsdorfer boten vor allem in der ersten Spielhälfte eine starke Vorstellung, waren das gefährlichere Team. „Wenn es zur Pause 2:2 steht, wäre das auch gerecht gewesen. Wir hatten in der ersten Hälfte sogar mehr Chancen. Gegen die Austria musst du solche Chancen halt auch machen“, sagt Florian Anderle.

Auch sein Trainer, Oliver Oberhammer, ist der Meinung, dass sich der Zweitligist „ganz gut verkauft“ habe.

"Ich hoffe auf mehr Minuten"

Monscheins Torgefahr sei Dank, dass die Austria aber weiterhin von ihrem „Finale z’Haus“ träumen darf. „Wir wollen den Cup gewinnen“, stellt Max Sax auch unmissverständlich fest.

Letsch beschäftigt sich derzeit lieber mit den nächsten Aufgaben, und die warten in der Meisterschaft auf die Violetten. Wer da von Beginn an stürmen darf, ist noch völlig offen. „Ich hoffe auf mehr Minuten“, sagt Monschein.

Letsch grübelt noch, wer im Sturm spielt
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Letsch wiederum ist glücklich darüber, sich diese Gedanken überhaupt machen zu können: „Ich bin froh, dass wir im Sturm mal wieder Konkurrenzkampf haben. Das ist ein Luxusproblem, darüber mache ich mir ab morgen Früh Gedanken. Beide haben ihre Qualitäten und es ist nicht ausgeschlossen, dass Monschein und Friesenbichler auch zusammen spielen.“

Fakt ist aber auch, dass der Cup-Matchwinner wohl noch nicht genügend Kraft für 90 Minuten hat. „Er hat zu Beginn richtig Gas gegeben. Man hat im Laufe des Spiels aber gesehen, dass er körperlich noch nicht ganz bei 100 Prozent ist“, findet der Coach.

Monschein stimmt zu: „Ich merke im Training immer wieder, dass mir noch die Kraft fehlt, weil ich in der Vorbereitung lange ausgefallen bin.“

Wieder mit der Mannschaft trainiert übrigens Bright Edomwonyi, den zuletzt Rückenprobleme außer Gefecht gesetzt haben. „Er könnte für das Spiel gegen Salzburg ein Thema sein“, meint Letsch. Alon Turgeman wird erst nach der Länderspielpause, also Ende November wieder zur Verfügung stehen.

Aber immerhin darf sich die Austria-Offensive über das erste Spiel seit dem 4:0 gegen die Admira Mitte August freuen, in dem mehr als zwei Tore erzielt wurde. Weil Monschein wieder auf Touren kommt.

Textquelle: © LAOLA1.at

ÖFB-Cup: Wiener Austria wirft FAC im Achtelfinale raus

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