Barcelona vor Atletico-Schlager mit Problemen

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Beim FC Barcelona ist die Stimmung vor dem Schlager gegen Atletico Madrid in der spanischen La Liga am Dienstag alles andere als am Höhepunkt.

Durch das zweite Remis in den jüngsten drei Partien wuchs der Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid auf zwei Punkte an.

Das Verhältnis zwischen Coach Quique Setien und wichtigen Spielern des Titelverteidigers dürfte zudem nicht das Beste sein.

Der Coach will von einer Kluft zwischen Trainer und Spielern aber nichts wissen.

"Insgesamt ist das Verhältnis zur Mannschaft gut. Es stimmt, dass wir in gewissen Bereichen nicht einer Meinung sind, das ist aber wie im täglichen Leben ganz normal und nichts Neues. Ich glaube nicht, dass es ein Problem gibt, über das es Wert wäre, zu sprechen", verlautete der 61-Jährige am Montag. Bei fehlenden Siegen sei es üblich, dass es Diskussionen gäbe. "So ist es im Fußballzirkus eben", so Setien.

Sechs Runden stehen auf dem Weg zur möglichen erfolgreichen Titelverteidigung noch aus. Dabei hofft der Barca-Coach, dass alle an einem Strang ziehen. Laut Medienberichten soll Superstar Lionel Messi beim 2:2 bei Celta Vigo zuletzt Anweisungen von Co-Trainer Eder Sarabia ignoriert haben. Stürmerkollege Luis Suarez sagte in einem Interview, dass man den Trainerstab fragen müsse, warum man auswärts immer wieder Punkte liegen lasse.

"Ich war auch kein einfacher Spieler"

"Ich war auch kein einfacher Spieler und verstehe gewisse Sachen daher ganz gut. Wir müssen aber jeden davon überzeugen, dass es um eine gemeinsame Idee und das große Ganze geht. Alle müssen ein bisschen zurückstecken im Sinne des Teams. Man kann nicht nur das machen, was man will", erläuterte Setien.

Gegen Atletico wartet ein hartes Stück Arbeit. Das erste Saisonduell gewann Barcelona Anfang Dezember auswärts mit 1:0, im Supercup-Halbfinale behielten die Madrilenen im Jänner knapp mit 3:2 die Oberhand. "Die Vergangenheit zeigt uns, dass Spiele gegen Atletico immer schwierig und eng sind. Sie machen uns das Leben immer sehr schwer", ist sich Setien bewusst. Trotzdem will man reüssieren. "Die Partien werden immer weniger, für uns zählen nur noch Siege", weiß der Barca-Trainer, der in seiner aktiven Zeit auch für Atletico gespielt hatte.

Barca auf Umfaller von Real angewiesen

Da es kein direktes Duell mehr gibt, sind die zu Hause diese Saison noch unbesiegten Katalanen auf einen Umfaller von Real Madrid angewiesen. Die "Königlichen", die erst am Donnerstag den Sechsten Getafe empfangen, wären bei Punktegleichheit mit Barcelona Meister, da sie im direkten Vergleich die Nase vorne haben.

Für Atletico geht es darum, Rang drei abzusichern. Vier Zähler beträgt der Vorsprung auf den FC Sevilla. "Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass wir vier Spiele hintereinander gewonnen haben. Wir genießen es und müssen jetzt einfach so weitermachen", gab Atleticos Mittelfeldspieler Saul Niguez die Marschroute vor. Sein Team verteidigt auch eine andere Serie, ist es doch bereits zehn Partien ungeschlagen. "Das nächste Match wird richtig schwer, wie jedes Mal, wenn wir beim FC Barcelona spielen", wusste Coach Diego Simeone.

Textquelle: © LAOLA1.at

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