Wuhan-Kicker: "Viren auf zwei Beinen"

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Hinter den Fußballern des FC Wuhan Zall liegt eine Odyssee.

Das Team des spanischen Trainers Jose Gonzalez war Ende Jänner nach Spanien gereist. Wegen des Ausbruchs des Sars-CoV2-Virus mussten die Kicker und ihr Coach länger als ursprünglich veranschlagt dort verbleiben. Die chinesische Elf-Millionen-Einwohner-Stadt Wuhan gilt als der Ursprung der Corona-Krise, die längst auch Europa im Griff hat.

Als das Team in Spanien ankam, wurden die Spieler angeschaut, als wären sie "Viren auf zwei Beinen", berichtet der Trainer. "Das war absolut so", sagt Gonzalez in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) kurz vor der Rückreise nach China.

Chinesische Super League soll fortgesetzt werden

Dass sein Team abreiste, wenige Stunden, bevor Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez wegen des Coronavirus den Alarmzustand im Land ausrief, sieht Gonzalez als Deja-vu-Erlebnis. "Ein wenig schon, ja. Das kann man nicht von der Hand weisen. Was sollen wir machen? Es ist, wie es ist."

Sein Team werde aber nicht zurück in die noch immer abgeriegelte Stadt Wuhan, sondern nach Peking reisen. "Nach der Ankunft geht es für uns erst einmal in Quarantäne. Wie für jeden, der in Peking ankommt", erklärt Gonzalez. "Wir werden uns in China sicherer fühlen als in Spanien. Die Zahlen von Ende vergangener Woche sprechen nur von einem Dutzend Neuinfektionen, die meisten davon in Wuhan."

Die Überlegungen seien aber eher terminlich begründet gewesen. Die chinesische Super League, in der auch ÖFB-Star Marko Arnautovic für SIPG in Shanghai spielt, soll nun Anfang Mai beginnen. "Wenn wir jetzt zurückkehren und die zweiwöchige Quarantäne hinter uns lassen, werden wir einen Monat haben, um uns gezielt auf den Ligastart vorzubereiten", sagt Gonzalez.

Textquelle: © APA

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