Ballon-d'Or-Journalist existiert nicht

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Der von der französichen Fachzeitschrift "France Football" jährlich vergebene Ballon d'Or gilt als eine der prestigeträchtigsten Individual-Auszeichnungen im Fußball.

176 Journalisten aus 176 Ländern reihen ihre Top-Fünf-Kicker des Jahres, 2018 ging Luka Modric als Sieger aus der Abstimmung hervor.

Bei ebendieser dürfte es aber zu einer groben Unstimmigkeit gekommen sein, wie "alwatan.net" aufdeckt: Der ausgewählte Journalist von den Komoren, Abdou Boina, angeblich angestellt bei "albaladcomores.com", dürfte gar nicht existieren.

Die frühere Tageszeitung Albalad Comores gibt es nämlich seit sechs Jahren gar nicht mehr, eine Person mit dem Namen Abdou Boina soll nie dort angestellt gewesen sein.

"Ich bin sehr überrascht, zu sehen, dass der tägliche 'Albalad Comores' existiert. Was ich weiß, und das ist die Realität, ist, dass es die Zeitung seit fast sechs Jahren nicht mehr gibt. Es hat nie einen Reporter names Abdou Boina gegeben", erklärt Toimimou Abdou, ehemaliger Fotograf der Zeitung, gegenüber "alwatan.net".

Die Auswahl des vermeintlichen Fachjournalisten von den Komoren führt Kylian Mbappe, vor Luka Modric an. Danach folgen Cristiano Ronaldo, Eden Hazard und Mohamed Salah.

Auch die Liste des österreichischen Vertreters, Walter Kowatsch-Schwarz, langjähriger Österreich-Korrespondent von "France Football", wurde mittlerweile veröffentlicht: Der Steirer wählte Luka Modric auf Platz eins, danach ließ er Kylian Mbappe, Antoine Griezmann, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi folgen.

Die Stimmen aller Journalisten:

Textquelle: © LAOLA1.at

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